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Pickshare hat Nordkirchen verlassen – Was bedeutet das für den Digitalcampus?

rnStart-up aus Nordkirchen

Das Start-up Pickshare aus Nordkirchen hat die Schlossgemeinde Richtung Dortmund verlassen. Das hat mit der Größe von Pickshare, aber auch mit dem Erfolg des Digitalcampus zu tun.

Nordkirchen

, 25.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Nordkirchener Start-up Pickshare hat bereits im März die Schlossgemeinde verlassen und ist nach Dortmund gezogen. Pickshare war das erste Start-up, das 2018 in den Digitalcampus einzog, direkt nach dessen Gründung. „Berlin kann jeder – Nordkirchen muss man wollen“ war und ist das Credo des Digitalcampus.

Es ist auch ein Satz, den Björn Paulus, Gründer und Geschäftsführer von Pickshare und der Parcelbox GmbH, immer wieder benutzt hat.

Will Pickshare Nordkirchen also doch nicht mehr? „Nein“, sagt Björn Paulus ganz entschieden. Nordkirchen sei auch nicht zu klein geworden für sein Start-up, das mittlerweile sieben Mitarbeiter beschäftigt.

Pickshare ist gewachsen, die Beliebtheit des Digitalcampus ebenso

Aber: Pickshare ist in den vergangenen eineinhalb Jahren gewachsen, was sich auch am gestiegenen Platzangebot im Digitalcampus zeigt. „Im September/Oktober sind wir aus unserem Büro in die obere Etage auf 130 Quadratmeter gezogen“, sagt Paulus.

Zeitgleich ist auch die Nachfrage nach Plätzen im Digitalcampus stetig gestiegen, wie Björn Paulus weiter erklärt. Paulus gehört zum Vorstand und ist eines der Gründungsmitglieder des Vereins, der hinter dem Digitalcampus Nordkirchen steckt.

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Die Frage war ab einem gewissen Punkt: Wohin soll der Campus wachsen? Der geplante Neubau an der Lüdinghauser Straße sei eine Option, wie Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann im Gespräch mit dieser Redaktion erklärt. Kurzfristig ist der Bedarf allerdings nicht zu decken.

Eins sei für Björn Paulus klar gewesen: Pickshare sollte keinen Platz blockieren, der einem anderen Start-up weiterhelfen könnte. Das war aber nicht der einzige Grund für den Umzug in die Ruhr-Metropole.

„Nordkirchen und der Digitalcampus haben uns die idealen Gründungsvoraussetzungen geboten.“
Björn Paulus

Pickshare hat es in das sogenannte Accelerator-Programm „Starbuzz“ geschafft. Das ist ein Förderprogramm des Ruhr-Hub in Essen, einer sogenannten „Zentralstelle für die Digitalisierung in der Region“, wie sich der Ruhr-Hub selbst auf seiner Internetseite nennt.

Für das „Starbuzz“-Accelerator-Programm musste Pickshare aber näher ans Ruhrgebiet heran, erklärt Björn Paulus. In Dortmund hat das Start-up an der Rheinischen Straße ein neues Zuhause gefunden. „Nordkirchen und der Digitalcampus haben uns die idealen Gründungsvoraussetzungen geboten. Unternehmer sein, heißt aber gerade in Zeiten der Digitalisierung auch agil zu sein und den dynamischen Wandel zu nutzen“, erklärt Björn Paulus den Schritt.

„Nordkirchen bleibt für mich immer die Wurzel des Unternehmens und ohne Wurzel kein Wachstum.“
Björn Paulus

Die Entwicklung von Start-ups sei sehr individuell. Heißt: Für Pickshare und die gleichnamige Logistik-App sei gerade das Ruhrgebiet als Ballungsregion mit sehr hohem Paketaufkommen ein besonders spannender Standort. Das bedeute aber nicht, dass alle Start-ups aus dem Digitalcampus automatisch die Schlossgemeinde wieder verlassen werden, so Paulus.

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Deshalb sollte die Gemeinde Nordkirchen auch weiterhin darauf setzen und dafür arbeiten, Start-ups im Ort eine langfristige Bleibe zu ermöglichen, macht Paulus deutlich.

Suche nach weiteren Flächen für Start-ups

Das flächendeckende Glasfasernetz biete die ideale Grundvoraussetzung dafür, dass der Schlossgemeinde dieses Ziel erreichen könnte. Und auch Björn Paulus bleibt Nordkirchen und dem Digitalcampus erhalten. Der Pickshare-Gründer bleibt weiterhin im Vereinsvorstand des Digitalcampus, macht er deutlich. „Nordkirchen bleibt für mich immer die Wurzel des Unternehmens und ohne Wurzel kein Wachstum.“

Die Büroräume, die sein Start-up jetzt an der Aspastraße nicht mehr benötigt, seien bereits wieder vermietet, berichtet Manuel Lachmann. Das Platzangebot im Campus ist auch ein Thema, das bei der Gemeinde weit oben auf der Liste steht.

So halte die Gemeinde aktuell Ausschau nach weiteren Flächen, die für den Digitalcampus angemietet werden könnten. Ins Detail kann der Wirtschaftsförderer allerdings noch nicht gehen.

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