Polizei war mit Großaufgebot in Südkirchen im Einsatz und landete einen Zufallstreffer

rnDrogen-Fund

Die Polizei ist am Mittwoch zu einem Einsatz in Südkirchen ausgerückt. Mit einem Großaufgebot waren die Beamten in einer Asylbewerberunterkunft und machten auch gleich einen weiteren Fund.

Südkirchen

, 26.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Mit mehreren Einsatzfahrzeugen ist die Polizei am Mittwochmorgen, 26. Juni, zur Asylbewerberunterkunft an der Selmer Straße in Südkirchen angerückt. Grund für den Einsatz war ein Durchsuchungsbeschluss des Kreis-Ausländeramtes, wie Kreissprecher Christoph Hüsing auf Anfrage bestätigt.

Die Beamten waren auf der Suche nach Ausweispapieren von mehreren Bewohnern. Deren Identität sei nicht eindeutig geklärt gewesen, so Hüsing. Nähere Details zum konkreten Fall kann Hüsing allerdings nicht nennen. „Aus Datenschutzgründen“, wie der Kreissprecher erklärt.

Die Polizei habe in dem Fall Amtshilfe leisten müssen, weil die betroffenen Bewohner „in der Vergangenheit weder freundlich noch kooperationsbereit“ aufgetreten seien, wie Rolf Werenbeck-Ueding, Sprecher der Kreispolizeibehörde Coesfeld auf Anfrage erklärt.

Drogenfund in der Unterkunft

Noch am Vormittag wurde der Einsatz ohne Zwischenfälle beendet – mit Ausnahme eines zusätzlichen, nicht unerheblichen, Zufallsfunds: Insgesamt ein Kilogramm Marihuana haben die Polizisten in der Unterkunft gefunden. Welchem Mitglied der Familie, die in der Unterkunft wohnt, der Fund zuzuordnen ist, müsse noch ermittelt werden, so Werenbeck-Ueding.

In jedem Fall ist der Fund nicht alltäglich. Bei einem Verkaufswert von 5 bis 10 Euro pro Gramm, wie der Polizeisprecher schätzt, sind der Polizei in Südkirchen also Drogen im Wert von 5000 bis 10.000 Euro ins Netz gegangen. Der Wert hänge von der Qualität der Drogen ab, fügt Werenbeck-Ueding hinzu.

Das Haus an der Selmer Straße geriet bereits Ende April 2018 wegen einer Polizeidurchsuchung in die Schlagzeilen.

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Damals entdeckten die Beamten 80 Pflanzen samt Bewässerung, Belüftung und Beleuchtung in der kommunalen Flüchtlingsunterkunft. Die Plantage habe sich laut Polizei in einem verschlossenen Raum im ersten Obergeschoss befunden.

Außerdem wurden mehrere Handys und Datenträger sichergestellt, auf denen sich pornografisches Material mit Jugendlichen befand.

Die Ermittlungen ergaben letztlich: Zwei 15-jährige schon lange in Deutschland lebende Libanesen aus Südkirchen und Lüdinghausen und eine 18-jährige Deutsche aus Lüdinghausen sollen einvernehmlich Sex gehabt haben, so die Polizei. Dabei hätten sie sich gegenseitig gefilmt. Danach war der Film ins Internet gestellt worden.

Auch Drogenfund in Lüdinghausen am Mittwoch

Auch in Lüdinghausen gab es am Mittwochmorgen Durchsuchungen in einem Haus an der Mühlenstraße und auch hier wurden die Beamten fündig: Bei einer 15-Jährigen entdeckten sie insgesamt 85 Tütchen, die ebenfalls Marihuana enthielten.

Die Drogen wurden sichergestellt und Strafverfahren eingeleitet, sagt Rolf Werenbeck-Ueding.

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