Polizei Kreis Coesfeld warnt vor dubiosen SMS vermeintlicher Paketzusteller

Betrugsmasche

Es ist eine SMS von einem Paketzusteller, die viele Menschen im Kreis Coesfeld derzeit erreicht. Aber: Ist die SMS so harmlos, wie sie auf dem Display erscheint?

Olfen, Nordkirchen

, 11.04.2021, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei warnt vor schädlichen SMS von vermeintlichen Paketzustellern.

Die Polizei warnt vor schädlichen SMS von vermeintlichen Paketzustellern. © Arndt Brede

Ein Klick, der Folgen haben kann. Täglich erstatten derzeit Bürger aus dem Kreis Coesfeld Anzeige, weil sie eine SMS eines vermeintlichen Paketzustellers erhalten haben. Das teilt die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Coesfeld mit. Wer auf den mitgesendeten Link klicke, öffne Kriminellen Tür und Tor zum Smartphone, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Was passiert, wenn ich aus Versehen doch die SMS öffne? „Durch das Öffnen des Links wird Schadsoftware heruntergeladen“, erklärt die Polizei. Diese Schadsoftware greife sensible Daten ab oder verschicke kostenpflichtige SMS in großer Anzahl.

Täter wollen Zugang zu Konten

Möglich sei auch, dass die Software den Betroffenen auf eine Webseite weiterleitet, wo er personenbezogene Daten eingeben soll. Kommt man diesen Aufforderungen nach, könne es sein, dass sich die Betrüger so Zugang zu Konten verschaffen.

Sollten jemand eine solche SMS bekommen, rät die Polizei zu Folgendem:

  • Klicken Sie nicht auf den Link und löschen Sie die SMS sofort.
  • Sollten Sie den Link angeklickt haben: Schalten Sie das Handy in den Flugmodus und setzen Sie es auf Werkseinstellung zurück.
  • Setzen Sie sich mit ihrem Provider in Verbindung.
  • Geben Sie niemals persönliche und sensible Daten preis.
  • Blockieren Sie die Möglichkeit der Installation von fremden Apps auf Ihrem Smartphone und richten Sie die Drittanbietersperre ein.
  • Sollten Sie wirklich auf ein Paket warten, informieren Sie sich direkt auf der Internetseite des Paketzustellers über die Sendungsinformationen.
  • Sollten Sie den Link angeklickt haben und einen finanziellen Schaden vermuten oder bemerken, wenden Sie sich an die Polizei.

Für Informationen zu weiteren Betrugsmethoden hat die Polizei eine eigene Internetseite eingerichtet: www.polizei-praevention.de

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