Positive Ergebnisse bei Corona-Reihentest in Caritaswerkstätten Nordkirchen

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In den Caritaswerkstätten Nordkirchen gibt es möglicherweise mehrere Coronafälle. Erste Schnelltests lieferten positive Ergebnisse. Diese sind aber nicht hundertprozentig sicher.

Nordkirchen

, 17.11.2020, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den Nordkirchener Caritaswerkstätten sind mehrere Mitarbeiter und Beschäftigte mit Behinderung positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilt Christian Germing, Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld, im Gespräch mit der Redaktion mit.

So seien vier Mitarbeiter und fünf Menschen mit Behinderung positiv getestet worden. Allerdings handele es sich bei den Ergebnissen um Schnelltest-Resultate. Deshalb habe der Caritasverband Hoffnung, dass die ebenfalls durchgeführten Labortests negative Ergebnisse liefern könnten. „Der Schnelltest ist nicht hundertprozentig genau“, sagt Germing aus Erfahrung. So sei es bei einem weiteren Fall am Montag gewesen. Der erste Schnelltest habe bei einem Mitarbeiter zunächst eine Infektion angezeigt. Ein anschließender Labortest hingegen verlief negativ.

Mitarbeiterin hatte sich mit Symptomen krankgemeldet

Nachdem sich am Wochenende zunächst eine Mitarbeiterin mit Symptomen krank gemeldet hatte und am Montag dann ein weiterer Mitarbeiter, hatte sich der Caritasverband dazu entschieden, eine Reihentestung in der Werkstatt durchzuführen, erklärt Christian Germing. Etwa 60 Mitarbeiter und Beschäftigte seien anschließend per Schnelltest auf das Coronavirus getestet worden. Die neun positiv getesteten Mitarbeiter und Beschäftigten warten jetzt allerdings noch auf die Ergebnisse der Labortests.

„Wir rechnen im Laufe des Mittwochs mit den Ergebnissen“, sagt Germing. Einrichtungen, wie die der Caritas würden in Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt priorisiert getestet, erklärt er. Die betroffenen Mitarbeiter und Beschäftigten hätten sich bereits in Quarantäne begeben. In der Folge mussten drei Arbeitsgruppen der Caritaswerkstatt geschlossen werden, weil das Personal fehle, sagt Christian Germing. 50 Menschen mit Behinderung könnten deshalb zurzeit nicht arbeiten. Der Rest des Werkstatt-Betriebs könne allerdings weitergehen.

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Der Caritasverband achte streng auf die Einhaltung der Hygienevorschriften, macht Germing deutlich. So sei sichergestellt, dass die Arbeitsplätze der Mitarbeiter mindestens 1,50 Meter voneinander entfernt sind, es gebe Plexiglas-Trennscheiben, zudem seien die Räume nicht komplett belegt und es werde regelmäßig gelüftet. Sowohl Mitarbeiter als auch Beschäftigte trügen Schutzmasken, beziehungsweise Mund-Nasen-Schutze. Etwa 250 Menschen arbeiten in den Nordkirchener Caritaswerkstätten.

Die genauen Infektionswege ließen sich allerdings nicht genau rekonstruieren, sagt Germing. „Es ist eine diffuse Lage“, fügt er hinzu. Für die Caritas-Mitarbeiter und die Beschäftigten heißt es jetzt: abwarten.

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