Postagentur in Nordkirchen: So äußert sich die Deutsche Post zu ihren Plänen im Ort

rnGeschäfte in Nordkirchen

Zum 31. März 2020 schließt die Post im Nordkirchener Rathaus. Wird es bald keine Filiale mehr im Ort geben? Die Deutsche Post macht auf Anfrage eine klare Aussage zum Standort Nordkirchen.

Nordkirchen

, 30.10.2019, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Deutsche Post ist weiterhin auf der Suche nach einer neuen Postfiliale in Nordkirchen. Das bestätigt Rainer Ernzer, Pressesprecher der Deutschen Post und DHL Group auf Anfrage dieser Redaktion.

Noch betreibt Ulrike Kirchhoff in ihrem Geschäft Schreiben und Schenken im Rathaus an der Bohlenstraße eine Postagentur. Allerdings nur noch bis zum 31. März 2020. Dann wird sie ihr Geschäft schließen. Die Deutsche Post macht allerdings Hoffnung, dass Nordkirchen auch nach der Schließung des Geschäfts nicht auf eine Postfiliale verzichten muss.

Post in Gesprächen mit Geschäftsinhabern

Bislang gebe es zwar noch nichts zu verkünden, erklärt Rainer Ernzer. Er macht aber eine klare Aussage, was die die Zukunft der Post in Nordkirchen angeht: „Es muss natürlich eine Post in Nordkirchen geben.“

Deshalb befinde sich die Deutsch Post in Gesprächen mit verschiedenen Einzelhändlern, um genau das sicherzustellen. Ziel sei es, einen fließenden Übergang zu schaffen und ab dem 1. April 2020 sämtliche Dienstleistungen der Post weiterhin anzubieten. Was sich allerdings definitiv ändern wird, ist der Ort der Filiale.

Verwaltung kündigte wegen Eigenbedarfs

Die Gemeinde Nordkirchen war bislang und ist noch Vermieterin der Räume, in denen sich das Geschäft Schreiben und Schenken und die Postagentur befinden. Die Kündigung musste die Gemeinde Ulrike Kirchhoff aussprechen weil die Räume für die Verwaltung benötigt werden.

Bereits im August dieses Jahres erklärte Kämmerer Bernd Tönning, warum es für die Kündigung keine Alternative gab: So sei das Rathausgebäude in den 1980er-Jahren zuletzt erweitert worden. Weil sich die Struktur der Verwaltung aber in den letzten fast 40 Jahren deutlich verändert habe, sei auch der Platzbedarf gestiegen, so Tönning.

Falschinformationen bei den Kunden im Umlauf

Noch betreibt Ulrike Kirchhoff die Postagentur. Jetzt muss sie allerdings gegen das hartnäckige Gerücht ankämpfen, die Post habe bereits dicht. „Die Kunden denken, ich habe schon geschlossen“, sagt Kirchhoff. Bis Ende März 2020 werde es ihr Geschäft und die Agentur im Rathaus geben, macht sie deutlich.

Mit ihrem Geschäft innerhalb des Ortes umzuziehen kam für Ulrike Kirchhoff nicht infrage. Sie werde sich beruflich umorientieren müssen, kündigt sie an. Der Gemeinde macht sie dabei keinen Vorwurf: „Da ist alles korrekt gelaufen“, sagte sie bereits im August im Gespräch mit dieser Redaktion.

Eine Zeit lang war geplant, dass die Postagentur mit in die neue Mobilitätszentrale im Haus an der Mühlenstraße, dem ehemaligen Haus Westermann, einziehen soll. Dieser Plan scheiterte allerdings an den zu hohen Mietkosten, wie sowohl Ulrike Kirchhoff als auch die Verwaltung erklärten.

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