Kranke Bäume im Schlosspark Nordkirchen: Finanzhochschule muss beliebten Spazierweg sperren

rnFachhochschule für Finanzen

Im Schlosspark Nordkirchen hat die Fachhochschule für Finanzen (FHF) einen beliebten Spazierweg sperren müssen. Sämtliche Bäume entlang der Allee sind krank.

Nordkirchen

, 22.10.2019, 15:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Spaziergänger müssen auf dem Weg Am Sternbusch im Schlosspark zurzeit einen Umweg gehen. Die Grünpfleger der Fachhochschule für Finanzen (FHF) haben einen Teil des Weges nahe der Orangerie gesperrt. Grund dafür sind die Rotbuchen.

„Durchgang untersagt! Gefahrenbäume“ steht auf dem Schild vor dem Weg. Klaus-Wilhelm Gratzfeld, Verwaltungsleiter der FHF, hat von seinem Büro in der Oranienburg einen direkten Blick auf die Allee mit den 13 Rotbuchen. „Es ist sehr schade, aber die Bäume sehen zurzeit aus, wie ein kariöses Gebiss“, beschreibt Gratzfeld das Bild, das er sieht, wenn er aus dem Fenster schaut.

Rotbuchen geben ein klägliches Bild ab

Schade sei einerseits, dass die FHF den Weg überhaupt sperren muss. Dieser sei nämlich sehr beliebt bei den vielen Spaziergängern im Schlosspark. Andererseits sei es aber auch schade um die 13 Rotbuchen, die alle ein klägliches Bild abgeben.

Kein Parasit macht den Bäumen zu schaffen, sondern die zu lange, zu direkte und zu intensive Sonneneinstrahlung der vergangenen Sommer. Bis vor ein paar Jahren hätten die Buchen noch die schützende Nachbarschaft einiger Pappeln erfahren. Die Pappeln wurden allerdings gefällt und jetzt fehlt den Rotbuchen der Sonnenschutz.

Bäume erhalten - aber nur, solange sie sicher sind

Der zuständige Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) sei bereits frühzeitig vor Ort gewesen, sagt der FHF-Verwaltungsleiter. Der Wunsch des Verbands sei es, die Bäume zu erhalten. Allerdings nur, solange sie sicher seien, fügt Klaus-Wilhelm Gratzfeld die Sicht der FHF hinzu.

Anfang Oktober seien dann die ersten Äste auf den Weg gefallen und die Gefahr für Passanten zu groß geworden. Seitdem stehen Schilder dort und Flatterband sperrt den Weg ab.

Buchen sind fast 100 Jahre alt

„Ob die Bäume sich wieder berappeln, wollen wir jetzt beobachten“, sagt der FHF-Verwaltungsleiter. Etwa 80 Jahre seien die Rotbuchen alt, so Gratzfeld. Ob sie gefällt werden müssen, berät die FHF jetzt mit dem Landschaftsverband.

Anknüpfend an die Alleen im Westen und Süden des Schlosses würde sich der Verwaltungsleiter auch entlang des Weges Am Sternbusch wieder eine Baumallee wünschen.

Baumfällung ist nicht ausgeschlossen

Die Fachhochschule will gegebenenfalls einen Gutachter hinzuziehen, um zu entscheiden, ob die Rotbuchen noch zu retten sind, oder ersetzt werden müssen. Wann können Fußgänger und Radfahrer den Weg also wieder benutzen? Das lässt sich jetzt noch nicht sagen. „Die Bäume sind auf jeden Fall erhaltenswert, aber das Risiko wollen wir nicht tragen“, sagt Gratzfeld. Eine Fällung wäre, wenn überhaupt, erst im Winter möglich, erklärt er.

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