Schüler übten Vorstellungsgespräche

Gesamtschule

Für ein simuliertes Vorstellungsgespräch ist der Neuntklässler Max in die Rolle des Bank-Chefs geschlüpft - Anzug und frisch gebügeltes Hemd inklusive. Der Klassenraum der 9 a an der Johann-Conrad-Schlaun-Schule dient als Vorstandsbüro.

NORDKIRCHEN

von Von Anne Petersohn

, 11.09.2012, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ohne Anzug geht es nicht - das lernten die Gesamtschüler beim Bewerbungstraining mit Dr. Günter Hanke (M.). Hier simulieren Max Nielsen (r.) und Ferdinand Weber ein Vorstellungsgespräch.

Ohne Anzug geht es nicht - das lernten die Gesamtschüler beim Bewerbungstraining mit Dr. Günter Hanke (M.). Hier simulieren Max Nielsen (r.) und Ferdinand Weber ein Vorstellungsgespräch.

Und Ferdinand bombardiert seinen Klassenkameraden Max mit Fragen. Warum haben Sie sich ausgerechnet bei uns beworben? Was versprechen Sie sich von einer Ausbildung? Wo liegen Ihre Schwächen? Der junge Chef nimmt den Bewerber in die Mangel. Womit er den potentiellen neuen Mitarbeiter in Bedrängnis bringen kann – das hat Ferdinand von Dr. Günter Hanke gelernt. In der Projektwoche zeigte der Personalberater den Neuntklässlern der Gesamtschule, was eine gute Bewerbung ausmacht – und was beim Vorstellungsgespräch über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. „Die Rollenspiele in kleinen Gruppen sind wichtig, weil sich die Schüler gegenseitig Feedback geben“, sagt Hanke, Geschäftsführer der Personalberatung Hanke & Partner in Werne.  Jeden Tag seines „Bewerbungsknigges“ hatte der Experte unter ein festes Thema gestellt: Zusammenstellung der Bewerbungsmappe, Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch und die Bewerbungssituation selbst. „Die Workshops sind praxisnah“, sagte Günter Hanke – ein Ansatz, der den Schülern viele neue Erkenntnisse brachte.

Der Personalberater rückte vor allem die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit in den Fokus. „Man muss wissen, wofür man sich begeistert, nicht nur abgedroschene Floskeln verwenden.“ Zumindest bei Max hat das geklappt: „Ich bin mir jetzt über meine Stärken und Schwächen im Klaren“, sagte der Neuntklässler. Einen seiner Klassenkameraden hat besonders die Auseinandersetzung mit der schriftlichen Bewerbung beeindruckt. „Man muss sich viel Mühe mit der Mappe geben, damit sie dem Unternehmen positiv auffällt.“

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