Schutz vor Coronavirus: Nordkirchen sagt in den nächsten Wochen weitere Veranstaltungen ab

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Nach dem Hollandmarkt werden in Nordkirchen noch weitere Veranstaltungen abgesagt. Damit soll die Verbreitung des Coronavirus gebremst werden. Zwei Veranstaltungen sind schon bekannt.

Nordkirchen

, 12.03.2020, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis Ende April sollen öffentliche Veranstaltungen, auch solche, mit weniger als 1000 Besuchern, abgesagt werden. Darauf haben sich der Kreis Coesfeld und die kreisangehörigen Kommunen am Donnerstagmittag geeinigt. Mit dieser Maßnahme soll die Ausbreitung des Coronavirus (SARS CoV-2) eingedämmt werden.

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In Nordkirchen sind davon direkt zwei Veranstaltungen betroffen: Am Samstag wird der Südkirchener Second-Hand-Markt nicht stattfinden. Die Veranstalter hatten diese Information bereits am Donnerstagvormittag auf ihrer Facebook-Seite mitgeteilt. Nach der Absage des Hollandmarktes am Montag war der Verein, der den Second-Hand-Markt in Südkirchen organisiert, noch zuversichtlich, dass die Veranstaltung wie geplant stattfinden könne. Das hat sich jedoch zerschlagen.

Ebenfalls ausfallen wird der von Nordkirchen Marketing organisierte Ostermarkt, der am 29. März (Sonntag) hätte stattfinden sollen. Nach der gemeinsamen Entscheidung der Städte und Gemeinden wurden die Veranstalter über die neue Lage informiert, erklärt Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage dieser Redaktion.

Verwaltung will mit Veranstaltern sprechen

In den nächsten Tagen werde die Verwaltung die bis Ende April anstehenden Veranstaltungen durchgehen und mit den Veranstaltern sprechen, kündigt Bergmann an. „Wir werden empfehlen, die Veranstaltungen abzusagen“, sagt Bergmann. Die Entscheidung liege letztlich beim jeweiligen Veranstalter, macht der Bürgermeister deutlich. „Wir werden die Veranstalter bitten, eine schriftliche Risikoeinschätzung auszufüllen, die gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt und auf Grundlage der Erkenntnisse des Robert-Koch-Instituts erstellt wurde“, erklärt Bergmann.

Das Ziel der Gemeinde sei nicht, Panik zu schüren, macht der Bürgermeister deutlich. Vielmehr solle die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden. „Wir hören dabei auf die Empfehlungen der Experten und versuchen, die Menschen zu schützen“, erklärt er.

Hollandmarkt bereits auf Juli verschoben

Die erste und auch größte Veranstaltung, die aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste, war der für den 15. März geplante Hollandmarkt. Die Veranstaltung, die aller Voraussicht nach wieder tausende Besucher in den Ort gelockt hätte, wurde verschoben auf den 5. Juli.

Nach dem Stand von Mittwoch (11. März) hatten sich kreisweit 26 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Neben einer Ersterkrankung in Senden stammen die infizierten Personen aus Dülmen und Lüdinghausen.

Auch der Heimatverein Nordkirchen hat auf die Entwicklungen reagiert. Die für diesen Freitag (13. März) geplante Jahreshauptversammlung fällt aus und wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

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