Second-Hand in Südkirchen: Viel Lob für neues Konzept auf dem Schulhof

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Eigentlich hatte der Flohmarkt für Kindersachen in Südkirchen schon im März stattfinden sollen. Daraus wurde wegen Corona nichts. Am Sonntag fand der Markt jetzt unter besonderen Bedingungen statt.

Südkirchen

, 07.09.2020, 08:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem schlüssigen Hygienekonzept ging es: Der Second-Hand-Markt für Kinder in Südkirchen hat wieder stattgefunden. In Zeiten der Corona-Pandemie dieses Mal allerdings draußen auf dem Schulhof der Grundschule und am Sonntag.

„Wir wollten kein Risiko eingehen“, erklärte Anna Büscher, Vorsitzende des Vereins „Südkirchen hilft Kindern e.V.“. Für den im März geplanten Markt in der Schule war schon alles fertig organisiert gewesen. Doch dann kam 24 Stunden vorher der Lockdown. „Ordnungs- und Gesundheitsamt haben uns unterstützt, unsere Idee von einem Freiluftmarkt jetzt durchzuführen“, so Büscher.

Das bedeutete für die Verkäufer mehr Arbeit: Sie mussten ihre Stände selbst auf- und abbauen und auch den Verkauf selber durchführen. Es gab jedoch einen Vorteil: Es konnte gehandelt werden.

Dennoch es gab mehr Bewerber als Stände. Für 35 Verkaufspavillons wurde Platz geschaffen. „Wir hatten aber mehr Interessenten“, so Büscher. Angeboten wurden Baby- und Kinderkleidung, Spielzeug, Zubehör und Bücher.

„Ökologisch und ökonomisch sinnvoll“

Acht Klappkisten brachte Familie Diemel in ihren Verkaufsstand. „Der Aufwand hat sich gelohnt“, meinte Andreas Diemel. Suchend geht der Blick von Franziska Teschlade über die Auslagen. „Ich habe zwei Kinder zu Hause und eins kommt bald auf die Welt. Ich suche etwas für den Winter“, sagte sie. Für sie ist das Einkaufen auf Second-Hand-Märkten für Kinder ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Bei fast neuwertiger Ware und Preisen ab 50 Cent pro Teil sei die Entscheidung auch nicht schwer. Es gab auch Dinge zu verschenken.

Auch Silve Milchau hat die Schränke aufgeräumt. Sie hat zwei Kinder, bei denen sich im Laufe des Jahres einiges angesammelt hat. „Der Keller war voll“, gestand sie. An diesem Sonntag hatte sie neben Spielen und Büchern vor allem Kleidung für Mädchen dabei. Schon sehr lang beteiligt sie sich an dem Verkauf in Südkirchen als Verkäuferin. „Heute konnte ich auch noch einkaufen“, lachte sie. Das Konzept fand sie „super“ und war froh über die Umsetzung auf dem Schulhof. In diesem Falle brauchte der Verein weniger Personal. „Wir haben sonst 70 Helfer“, berichtete Anna Büscher. Fünf Mitglieder bilden das Orga-Team.

Bei der Einhaltung der Vorschriften halfen Mitglieder der B-Jugend der Jugendspielgemeinschaft NordSüdCap. Der Erlös aus den Standgeldern wird gespendet. Einen Teil erhält die JSG, der andere Teil geht an eine karitative Einrichtung.

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