So erfolgreich läuft der Wohnmobilplatz Nordkirchen

Vor knapp einem Jahr eröffnet

Urlaub machen, aber im eigenen Bett schlafen, ständig neue Nachbarn haben, Nordkirchen erkunden, zum Schloss fahren, die münsterländische Ruhe genießen - diese Art von Urlaub bietet der Wohnmobilstellplatz von Michael und Monika Moll. Knapp ein Jahr nach der Eröffnung ziehen wir für den Platz und die Gemeinde Bilanz.

NORDKIRCHEN

, 13.05.2017, 08:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
So erfolgreich läuft der Wohnmobilplatz Nordkirchen

Michael Moll betreibt zusammen mit seiner Frau Monika seit Juni 2016 den Wohnmobilstellplatz in Nordkirchen.

Michael Moll ist mehr als zufrieden mit den Anfängen des Platzes seit seiner Eröffnung im Juni 2016 - und auch die Gemeinde Nordkirchen profitiert von seinem Erfolg. Dabei war in den Osterferien noch gar nicht so viel los: Das schlechte Aprilwetter hielt viele Gäste davon ab, einen Ausflug nach Nordkirchen zu unternehmen.

Doch Moll hat auch noch eine weitere Erklärung. „Ich glaube, bei uns sind eher regionale Gäste. Die kommen dann mal für ein Wochenende oder so. Aber in den Ferien sind viele nach Holland gefahren“, sagt er. Doch auch dort sei nicht viel los gewesen. „Ich beobachte die Konkurrenz immer über verschiedene Webcams. Viele Plätze waren leerer als sonst in den Ferien. Dafür laufen bei uns aber die Wochenenden eigentlich immer gut“, sagt Moll.

Wohnmobilstellplatz lässt Stadtleben florieren

Wenn alle 23 Wohnmobilstellflächen belegt sind, freut das natürlich auch die Gemeinde - dann sind nämlich viele Touristen in Nordkirchen unterwegs. „Absolut“, so die Nordkirchener Tourismusmanagerin Meike Teetz auf die Frage, ob die Gemeinde von dem Stellplatz profitiert. „Es kommen viele Touristen zu uns in die Info und erzählen, dass sie mit dem Wohnmobil hier wären.

Viele kämen sogar regelmäßig wieder und sagen ihren Freunden und Bekannten Bescheid, so Teetz. Das hat auch Moll bemerkt: „Mittlerweile haben wir einige Stammgäste. Denen gefällt es hier einfach zu gut. Ein Mann kommt regelmäßig aus Unna, um die Ruhe hier zu genießen.“

Für die Gemeinde spielt der Stellplatz dabei auch eine wirtschaftliche Rolle. „Die Einzelhändler freuen sich natürlich. Manch ein Gast vom Stellplatz geht mal zum Friseur im Ort oder erledigt seine alltäglichen Besorgungen. Wir arbeiten deswegen auch eng mit den Einzelhändlern zusammen“, sagt Tourismusmanagerin Teetz. Moll kann das bestätigen. „Die Zusammenarbeit hier klappt super mit allen Beteiligten“, sagt er.

Mehr ein Hobby als ein Beruf

Und auch Moll selbst kann einen wirtschaftlichen Erfolg vermelden. „Wir haben unsere Ziele erreicht. Man kann zwar nicht von dem Stellplatz alleine Leben." Es sei mehr Hobby als ein Beruf. "Aber wir haben zumindest nicht den finanziellen Ruin erlebt und können unsere Kosten decken“, sagt Moll. 10 Euro kostet eine Übernachtung pro Wohnmobil, plus Wasser und Strom.

Auf finanziellen Erfolg komme es ihm aber auch gar nicht primär an. „Ich finde es einfach toll, etwas Schönes geschaffen zu haben. Und die Gäste würdigen das - das ist einfach ein tolles Gefühl“, so Moll. Mitte Juli diesen Jahres wolle er darum auch ein Fest feiern. „Wir sind dann ein Jahr in Nordkirchen. Der Platz war ein richtiger Glücksgriff für uns.“

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