So funktioniert der Winterdienst in Nordkirchen

Arbeitszeiten und Zuständigkeit

Für die Winterdienste der Gemeinde Nordkirchen und des Kreises Coesfeld heißt es in dieser Jahreszeit: früh raus und Salz streuen. Wir haben mit den zuständigen Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und des Kreises gesprochen - über ihre Arbeitszeiten und ihre Zuständigkeitsbereiche.

NORDKIRCHEN

, 06.01.2017, 06:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ab wann sind die Streufahrzeuge von Gemeinde und Kreis im Einsatz?

Auf Anfrage der Redaktion erklärt Josef Klaas, Bauamtsleiter der Gemeinde, dass das Räumfahrzeug des Nordkirchener Bauhofes am frühen Morgen losfährt, am Donnerstagmorgen sei es um 5 Uhr mit seiner Route gestartet und gegen 11 Uhr zurück am Bauhof an der Aspastraße gewesen. Die Fahrzeuge des Kreises – neun sind im gesamten Kreis Coesfeld im Einsatz – sind sogar schon früher unterwegs, wie Einsatzleiter Michael Krebber auf Anfrage mitteilt. So gehe es für die Mitarbeiter um 4 Uhr los – eigentlich, denn in vielen Fällen, wie auch in den vergangenen Tagen, seien die Räumfahrzeuge bereits gegen 3.15 Uhr auf den Straßen gewesen. Davon räumen und streuen acht Fahrzeuge die Straßen, ein Fahrzeug ist für die Radwege zuständig, sagt Michael Krebber. Mit Blick auf die frühen Arbeitszeiten, die Bereitschaftsdienste in der kalten Jahreszeit, auch an den Feiertagen, sagt Krebber: „Unsere Leute leisten einiges und ich bin froh, dass ich genug Mitarbeiter habe, die dieser Verpflichtung nachkommen.“

 

Räumt und streut die Gemeinde immer sämtliche Straßen auf Gemeindegebiet?

Nein. Die sogenannten „verkehrswichtigen Straßen“ haben Vorrang, dazu gehören Hauptverkehrsstraßen, wie in Nordkirchen Schloßstraße, Bergstraße, Mühlenstraße und Am Gorbach – Letztere zum Beispiel wegen des Schul- und Busverkehrs. In Südkirchen gehört zum Beispiel die Oberstraße dazu, die Unterstraße (K 8), erklärt Josef Klaas, sei eine Kreisstraße und damit auch der Kreis für das Räumen und Streuen verantwortlich. In Capelle gehöre der Ichterloher Weg zu den verkehrswichtigen Straßen der Gemeinde, die Dorfstraße (L 671) sei eine Landesstraße. Hinzu kommen bekannte Gefahrenstellen, wie die Rosenstraße in Nordkirchen. Dort könne es an der Steigung zur Bergstraße bei Glätte gefährlich werden, weshalb auch hier gestreut werde, sagt der Bauamtsleiter.

 

Meine Straße gehört nicht zu den verkehrswichtigen Straßen, ist aber vereist. Kann ich den Bauhof bitten, zu streuen?

„Wir fahren nicht auf Zuruf, sondern folgen dem Streuplan“, sagt Josef Klaas. Das sei einfach nicht leistbar. Den Gehweg vor der eigenen Haustür müsse jeder Hausbesitzer oder Mieter selbst frei räumen – mit abstumpfenden Stoffen oder Hitze und nur in Extremfällen mit Salz, sagt Josef Klaas. Ansonsten gelte: „Es ist Winter, und da kann es einfach auch glatt sein“, so der Bauamtsleiter.

 

Wie groß ist der Salzvorrat der Gemeinde Nordkirchen?

Ein Wochenvorrat lagere im Bauhof, erklärt Josef Klaas, etwa drei bis vier Paletten mit Salzsäcken. Darüber hinaus gebe es eine Absprache mit der Stadt Selm, wo das Nordkirchener Streufahrzeug Salz nachladen darf – am Ende des Jahres komme dann eine Rechnung aus Selm.

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