So soll das Pendeln in Nordkirchen einfacher werden

Mitfahrerbänke

Mal schnell von Capelle nach Nordkirchen oder von Südkirchen nach Capelle – gerade für ältere Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, können vermeintlich kurze Strecken zum Problem werden. Drei sogenannte Mitfahrerbänke sollen das Pendeln jetzt erleichtern.

NORDKIRCHEN

, 26.05.2017 / Lesedauer: 2 min

Die Bänke fallen schon von Weitem auf - und das sollen sie auch. Sie sind briefkastengelb und bieten Platz für eine Person. An der linken Seite der Bank sind zwei Schilder angebracht, die sich einfach umschlagen lassen. „Ich möchte nach...“ plus "Nordkirchen", "Südkirchen" oder "Capelle" steht darauf.

Die Idee ist simpel und setzt auf das Miteinander in der Schlossgemeinde. „Sie ist einer der Vorschläge für das Capeller Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK)“, erklärte Bürgermeister Dietmar Bergmann. Mitglieder der Verwaltung und des Dorfvereins Capelle haben das erste Exemplar vor Ort an der Bushaltestelle Haverkampring in Capelle eingeweiht. Auch Nordkirchen (an der Schloßstraße) und Südkirchen (am Ehrenmal an der Oberstraße) bekommen jeweils ein Exemplar. Die Bänke werden in den kommenden Tagen aufgestellt und festgeschraubt.

Einfaches Konzept

Das Konzept ist denkbar einfach: Wer mitgenommen werden möchte, setzt sich auf die Bank und wählt das jeweilige Schild aus. Wer umgekehrt gerade im Auto unterwegs ist und sowieso in die Richtung fährt, nimmt den Wartenden mit. In anderen Kommunen im Münsterland, zum Beispiel in Legden, gibt es bereits Mitfahrerbänke.

Dass die Bänke, zum Beispiel auf der Dorfstraße in Capelle, zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen könnten, sieht Dietmar Bergmann nicht. An einer Bushaltestelle dürfe man zum Ein- und Aussteigen halten und das Schild sei auch keine größere Ablenkung als jedes andere Straßenschild, so der Bürgermeister. 

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