So soll die Ehrenamtsbörse Nordkirchen funktionieren

„Markt der Möglichkeiten“

Schnelle und praktische Hilfe für alltägliche Probleme könnte in vielen Fällen näher sein, als die Meisten denken. Es müsste nur Möglichkeiten geben, Hilfesuchende und Helfende zu vernetzen. Dabei soll die neue Ehrenamtsbörse in Nordkirchen helfen. Wie soll das funktionieren? Wer kann mitmachen? Wann ist der erste Termin?

NORDKIRCHEN

, 27.06.2017, 07:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
So soll die Ehrenamtsbörse Nordkirchen funktionieren

Dorfkern Nordkirchen Schloßstraße Ludwig-Becker-Platz

Hilfesuchende und Helfende vernetzen - genau das wollen die Gemeinde Nordkirchen und das Quartiersbüro Miteinander in Nordkirchen (Mino) mit einer Ehrenamtsbörse erreichen. Dazu Fragen und Antworten:

Ist die Ehrenamtsbörse notwendig, weil es zu wenige ehrenamtliche Helfer in der Schlossgemeinde gibt?

„Nein“, sagt Klara Döbbelin-Südfeld auf Anfrage unserer Redaktion. Sie ist Familienbeauftragte der Gemeinde Nordkirchen. Vielmehr gehe es darum, das in den Nordkirchenern schlummernde Potenzial noch stärker zu nutzen. Eine Ehrenamtsbörse sei dabei ein unkomplizierter Weg, um diejenigen, die Hilfe suchen, mit denjenigen, die welche anbieten, zu vernetzen.

Wie soll eine solche Börse denn genau aussehen?

Die Idee von Gemeinde und Mino ist aktuell, dass es eine große Veranstaltung geben soll, an der alle Nordkirchener teilnehmen können. Dort sollen zum Beispiel Vereine einerseits ihr Angebot vorstellen können, andererseits aber auch darauf aufmerksam machen, wo sie noch ehrenamtliche Unterstützung gebrauchen können.

Für kleinere Gesuche im Sinne einer Nachbarschaftshilfe sei eine Litfaßsäule denkbar, sagt Klara Döbbelin-Südfeld. Wer Hilfe benötigt, könne eine Karte mit seinen Daten und den Angaben zu seinem Problem aufschreiben und an die Säule hängen. Ebenso sollen alle, die Hilfe anbieten wollen, entsprechende Karten ausfüllen. „Im besten Fall geht das dann auf“, hofft die Familienbeauftragte.

Muss ich handwerklich begabt sein, um helfen zu können?

Nein. Es geht dabei nicht nur um handwerkliche Hilfe oder Hilfe im Garten. Das ist nur ein mögliches Einsatzfeld. Denkbar sei zum Beispiel auch, älteren Mitmenschen einmal pro Woche im Haushalt zu helfen oder ihnen einfach nur für einige Stunden Gesellschaft zu leisten, erklärt Klara Döbbelin-Südfeld.

Gibt es schon einen Termin für die Ehrenamtsbörse?

Noch nicht. In einer Pressemitteilung schreibt die Gemeinde, der „Markt der Möglichkeiten“, wie die Ehrenamtsbörse heißen soll, könne bereits im September dieses Jahres zum ersten Mal stattfinden. Dazu ist jedoch noch etwas Organisation nötig.

Bereits im April haben Gemeinde und Quartiersmanagement erste Gespräche mit Nordkirchener Vereinen geführt und das Konzept vorgestellt, berichtet Klara Döbbelin-Südfeld. Die Resonanz darauf sei gut gewesen. Deshalb gibt es am Mittwoch, 28. Juni, um 19 Uhr im Bürgerhaus, Am Gorbach 2, ein weiteres Treffen mit allen Vereinen, die sich eine Teilnahme an der Ehrenamtsbörse vorstellen können.

Worum geht es bei dem Termin?

Die Gemeinde will den Vereinen die Ideen für den Markt näher Vorstellen und gemeinsam mit ihnen weiter ausarbeiten, so Bürgermeister Dietmar Bergmann. Zudem soll diskutiert werden, wie die Zusammenarbeit der Vereine in den drei Ortsteilen von Nordkirchen noch besser organisiert werden kann, sagt die Familienbeauftragte.

Kontakt:
Weitere Infos zur Ehrenamtsbörse gibt es bei Klara Döbbelin-Südfeld unter Tel. (02596) 91 71 23, oder per E-Mail an .

 

Lesen Sie jetzt