So steht es um den Nordkirchener Hotel-Neubau

Am Gorbach

Die Gemeinde Nordkirchen bereitet zurzeit den nächsten Schritt zur Realisierung des Hotelprojekts Am Gorbach vor. Am Donnerstag, 29. Juni, werden im Ausschuss für Bauen und Planung der aktuelle Sachstand sowie erste Gutachtenergebnisse vorgestellt.

NORDKIRCHEN

, 22.06.2017, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was ist der aktuelle Planungsstand?

Zuletzt hat sich der Gemeinderat am 10. November 2016 mit dem geplanten Hotelneubau beschäftigt. Seitdem wurde es ruhig um das Projekt. Das hat vor allem damit zu tun, dass sowohl die Gemeindeverwaltung als auch der Hamburger Projektentwickler Premero ihre Planungen vorangetrieben haben.

 

Was gab es denn zu tun?

Der Rat hat in der genannten Sitzung entschieden, dass die Gemeinde Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und zur Aufstellung eines Bebauungsplans für die Fläche zwischen der Straße Am Gorbach und der Schloßstraße einleiten soll. Darum habe sich die Verwaltung in der Zwischenzeit gekümmert, erklärt Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage dieser Redakion. So habe es mehrere Gespräche mit der zuständigen Bezirksregierung in Münster gegeben, außerdem habe man ebenfalls mit Vertretern der Fachhochschule für Finanzen (FHF) gesprochen, sagt der Bürgermeister.

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Worum ging es bei den Gesprächen mit der FHF?

Die Gemeinde möchte das Großprojekt nutzen, um auch zusätzliche Unterkünfte und Seminarräume für die Fachhochschule zu bauen, erklärt Dietmar Bergmann. Da keine großen Lehrsäle, sondern nur kleinere Unterrichtsräume benötigt würden, seien diese Pläne mit dem Entwurf für einen Bebauungsplan problemlos umsetzbar, so Bergmann weiter.

Für die Gemeinde zähle: „Die FHF gehört nach Nordkirchen“, macht der Bürgermeister deutlich. Und das wolle manmit dem Bebauungsplan, der in der kommenden Woche vorgestellt werden soll, verankern.

 

Worum haben sich der Projektentwickler und der künftige Hotelbetreiber RIMC in der Zwischenzeit gekümmert?

Vereinbart mit der Gemeinde Nordkirchen war, im Frühjahr einen Pachtvertrag zu erarbeiten und über den Sommer hinweg nach Investoren für das Projekt zu suchen, sagt Dietmar Bergmann. Premero und RIMC wollen Details zu ihren Plänen bei einem Pressegespräch am Donnerstag, 6. Juli, bekannt geben.

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Hat sich am Zeitplan in der Zwischenzeit irgendetwas geändert?

Nein, sagt Dietmar Bergmann. Das Ziel der Verwaltung war es, im Sommer der Politik einen Entwurf für einen Bebauungsplan vorzulegen. Das ist in der kommenden Woche der Fall. Seit diesem Frühjahr läuft außerdem bereits eine Artenprüfung der rund 50.000 Quadratmeter großen Fläche. Diese Prüfung endet heute, anschließend werde das Gutachten ausgewertet, sagt der Bürgermeister. Das ausgeschriebene Ziel sei weiterhin, im Frühjahr 2018 mit dem Bau des Hotels zu beginnen.

 

Wird dann auch mit dem Bau des Schwimmbades begonnen?

Ja. Das Schwimmbad ist Teil des Hotelkomplexes und soll dann auch gebaut werden.

Welche Bedeutung hat das Hotelprojekt für die Gemeinde?

„Es hat zurzeit absolute Priorität“, sagt Bergmann. Das liege vor allem an den positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in Nordkirchen, die sich die Gemeinde erhofft. „Das sind für Nordkirchen absolute Standortfaktoren“, macht Dietmar Bergmann deutlich. „Dieses Hotel wird gut für den Arbeitsmarkt sein, denn wir möchten natürlich Personal aus der Umgebung haben“, kündigte Gert Prantner von RIMC bei der Vorstellung des Hotelprojektes im September 2016 bereits an.

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