Sport im Park ist am Dienstag gestartet. Kursleiterin Beate Wiggers hoffte auf eine zweistellige Teilnehmerzahl. Am Ende waren es mehr als erhofft, die mit Luftballons turnten.

Capelle

, 22.08.2018, 15:25 Uhr / Lesedauer: 4 min

Als Beate Wiggers (51) die Kabeltrommel ausrollt, ist es noch recht ruhig im Dorfpark Capelle. Einige Kinder spielen auf dem Spielplatz der Grundschule, als sie die Musikanlage anschließt. Seit 17 Jahren ist die 51-Jährige Trainerin beim SV Südkirchen. Normalerweise trainiert sie in einer Turnhalle, heute geht es auf die Wiese.

Mit Fitness Gymnastik beginnt das vierwöchige Programm von Sport im Park. Und das möchte ich nicht nur aus der Ferne beobachten, sondern miterleben. Aber was erwartet die Teilnehmer und mich? „Wir wärmen uns auf, dann machen wir Koordinationstraining mit Luftballons und, wenn alle mitmachen, gibt es einen Bodenteil“, erklärt Beate Wiggers. „Aber ich mache das eher spontan. Ich muss gucken, wer so kommt.“ Normalerweise leitet sie den Kurs gemeinsam mit Anne Steffens. Heute ist ihre Tochter Rebecca als Unterstützung mitgekommen, weil Anne Steffens verhindert ist.

„Ich bin glücklich, wenn die Teilnehmerzahl zweistellig ist“, sagt Beate Wiggers mit Blick auf die leere Wiese. „Ich hoffe, dass Leute kommen, die Sport machen und solche, die sonst keinen Sport machen.“ Kurz vor Kursbeginn kommen die Teilnehmer dann plötzlich von allen Seiten – zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto. Gut 30 Frauen aller Altersklassen sind es am Ende. „Wir fangen sanft an“, verspricht Beate Wiggers. „Ich möchte nicht, dass hier gleich jemand auf allen vieren wegkriecht oder fünf Tage Muskelkater hat.“

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Sport im Park in Capelle

Mit dem Kurs Fitness Gymnastik ist die Reiehe Sport im Park am Dienstagabend gestartet. Volontärin Carolin West hat sich das Angebot angeschaut - und gleich selbst mitgemacht.
22.08.2018
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Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.© Weitzel
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.© Weitzel
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.
Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer.

Eine gute Entscheidung für die Anfänger und Wiedereinsteiger. Denn die Gruppe ist tatsächlich gemischt, was das Sportlevel angeht. „Ich habe seit drei Jahren keinen Sport mehr gemacht“, erzählt mir eine Teilnehmerin, die neben mir steht, und lacht. „Ich habe das hier zum Anlass genommen, wieder anzufangen.“ Eine andere sagt: „Ich mache regelmäßig Sport, gehe viel Laufen.“

Dann geht es los – zunächst nicht auf der Wiese, sondern auf dem Schulhof. „Der ist besser zum Warmlaufen“, erklärt Beate Wiggers. Wir laufen los, im Kreis. Unsere Trainerin läuft uns im Kreisinneren entgegen und macht die Übungen vor. Arme Kreisen, Hopserlauf, bei jedem dritten Schritt ein Bein anheben und darunter klatschen – das alles vorwärts und rückwärts. Beim Rückwärtslaufen kommen dann die ersten Lacher, gar nicht so einfach zu koordinieren. Unfälle und Zusammenstöße bleiben aber zum Glück aus.

So war es beim ersten Termin von Sport im Park in Capelle

Im Capeller Dorfpark läuft die Reihe Sport im Park. Offenbar sehr zur Freude der Teilnehmer. © Jürgen Weitzel

Dann wird es ernst – nicht mit Hanteln, sondern mit Luftballons. „Nicht zu viel aufpusten, sie müssen noch elastisch sein“, rät Beate Wiggers noch, als die ersten Ballons schon platzen. Wie ein rohes Ei trage ich meinen auf die Wiese und versuche, mir einen guten Platz zu sichern. Möglichst nicht zu schräg und ohne tiefere Löcher. Teilweise müssen wir Fallobst zur Seite kicken. Das ist schon etwas anderes als in der Halle. „Von der Luft her ist es aber viel angenehmer“, sind sich die Teilnehmerinnen einig.

Luftballons zwischen die Beine und Hüften kreisen

Wir stellen uns in einem großen Kreis auf. Auf einem Zettel, den sie vor sich legt, hat Beate Wiggers verschiedene Übungen notiert. Größtenteils führen wir zeitgleich unterschiedliche Bewegungen mit Armen und Beinen aus. Da kann man schon einmal durcheinander kommen mit rechts und links. Die meisten Lacher hat Beate Wiggers auf ihrer Seite, als orientalische Klänge aus der Musikanlage ertönen. Wir klemmen die Luftballons zwischen die Knie und lassen die Hüften kreisen. „Wer möchte, kann auch noch anmutige Armbewegungen hinzufügen“, sagt Beate Wiggers und lächelt.

Um 19.10 Uhr ist dann schon alles vorbei – 20 Minuten eher als geplant. „Alle Übungen, die ich noch gehabt hätte, wären auf dem Boden gewesen“, erklärt Beate Wiggers. „Aber viele hatten keine Decken dabei.“ Die Teilnehmerinnen sind erstaunt über das jähe Ende, aber nicht enttäuscht. „Das macht nichts, beim nächsten Mal ist es dann länger“, sagen sie. Ab der kommenden Woche, wenn Anne Steffens dabei ist, werde die Gruppe dann auch zweigeteilt, um ein breiteres Angebot zu schaffen, erklärt Beate Wiggers. „Für den Anfang bin ich aber zufrieden.“

So war es beim ersten Termin von Sport im Park in Capelle

Volontärin Carolin West leitet selbst Fitnesskurse in Sportvereinen. Sie gibt Tipps, wie man es schafft, sich für Sport zu motivieren. © Jürgen Weitzel

Wenn die Motivation fehlt: Tipps für Sportmuffel, Neu- und Wiedereinsteiger

Neben meinem Volontariat gebe ich Kurse in Sportvereinen: Zumba und Fitnesstraining mit Eigengewicht oder kleinen Hanteln. Ausreden, warum man mal wieder nicht zum Sport gehen konnte, kenne ich daher viele: Es war zu warm, es war zu kalt, es hat geregnet oder die Couch war einfach näher und einladender als die Turnhalle. Den Kursteilnehmern fällt immer wieder etwas Neues ein. Aber was tun, wenn die Motivation mal wieder fehlt? Hier ein paar Tipps gegen den inneren Schweinehund:

Ziele setzen

Egal, ob Sie Fett abnehmen, Muskelmasse zunehmen, das Traumgewicht halten oder hier und da ein bisschen straffen und definieren möchten: Wer ein klares Ziel vor Augen hat, ist eher dazu bereit, sich einen Weg dorthin zu suchen und diesen auch zu gehen.

Motivation aus dem Kleiderschrank

Die Lieblingshose passt nicht mehr? Auch das kann zum Sport motivieren. In diesem Fall sogar mit einem sichtbaren Ziel. Und wenn der Knopf dann wieder zugeht, ist die Freude groß.

Training, das Spaß macht

Wer nicht gerne Fahrrad fährt, wird damit auch mit einem Ziel vor Augen nicht anfangen. Suchen Sie eine Sportart, die Ihnen so viel Spaß macht, dass Sie beinahe vergessen, dass Sie Sport machen. Hobbys und persönliche Interessen können bei der Suche helfen. Andernfalls können Sie sich durch das Angebot von Fitnessstudios und Sportvereinen probieren, bis Sie das passende gefunden haben.

Training in der Gruppe

Wenn man alleine trainiert, merkt auch niemand, wenn mal nicht da ist. In einer Sportgruppe herrscht positiver Gruppenzwang. Manchmal reicht es schon als Motivation, wenn man die anderen Teilnehmer wieder sehen möchte. Außerdem können Teilnehmer einander zum Mitmachen und Dranbleiben motivieren. Wer lieber alleine trainiert, dem bleibt als Motivationsquelle immer noch das Ziel vor Augen.

Feste Tage

Feste Tage, an denen zum Beispiel ein Sportkurs stattfindet oder Bekannte und Freunde auch zum Sport gehen, können dabei helfen, regelmäßig Sport zu treiben. Wenn der Gang ins Fitnessstudio oder zur Turnhalle zum Stressfaktor wird, bleibt man dem Training fern. Suchen Sie sich deshalb Tage, an denen der Sport gut in Ihre Tagesplanung passt.

Dem Schweinehund ein Schnippchen schlagen

Wer einmal auf der Couch sitzt, kommt oft nur schwer wieder hoch. Finden Sie den richtigen Zeitpunkt für Ihr Training. Wenn Sie eine Pause zwischen Beruf und Sport brauchen: Nutzen sie diese. Wenn innerhalb dieser Pausenzeit die Motivation auf den Nullpunkt sinkt: Fahren Sie lieber direkt nach der Arbeit zum Sport. Finden Sie für sich heraus, zu welcher Tageszeit und in welchem Moment Sie am effektivsten trainieren.

Sport im Alltag

Keine Zeit zum Training zu gehen? Dann muss das Training eben zu Ihnen nach Hause kommen. Auch bei der Hausarbeit oder vor dem Fernseher können Sportübungen eingebaut werden.

Kurze Sporteinheiten

Wer sich nicht viel Zeit für Sport nehmen kann oder möchte, kann täglich 10 Minuten in seinen Tagesplan einbauen. 10 Minuten Zeit für einige Grundübungen hat man immer.

Unterstützung von der Familie

Familienmitglieder können durch Mithilfe bei alltäglichen Aufgaben Zeit für Sport schaffen. Und das ein oder andere Kompliment, wenn erste Erfolge sichtbar werden, schadet auch nicht.

Gesundheit geht vor

Wer gesundheitliche Probleme hat, sollte sich vor dem Einstieg ins Training von einem Arzt beraten lassen. Möglicherweise kommen einige Sportarten nicht in Frage.

Das Programm von Sport im Park Die Veranstaltungsreihe Sport im Park hat am Dienstag, 21. August, begonnen und läuft bis zum 13. September. So sieht das Programm von Sport im Park aus: Montags, 18 bis 19 Uhr: „Fit and Feet“. Dienstags, 18.30 bis 19.30 Uhr: Fitnesstraining. Dienstags, 19.30 bis 20.30 Uhr: Fitness Gymnastik. Mittwochs, 19 bis 20 Uhr: „Bodyshape“. Donnerstags, 18.15 bis 19.15 Uhr: Kick-Boxen.
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