Der Hof vorm Schloss wurde für die Dreharbeiten mit Kies aufgeschüttet. © Günther Goldstein
Filmdreh

„Spencer“ hat in Venedig Premiere gefeiert: Fotos von den Dreharbeiten in Nordkirchen

Eigentlich war das Set für den Film „Spencer“ in Nordkirchen ein geschlossenes. Pünktlich zur Weltpremiere des Films in Venedig gibt es aber Fotos von den Dreharbeiten am Schloss.

Ziemlich gefeiert worden ist die amerikanische Schauspielerin Kristen Stewart bei den Filmfestspielen in Venedig, die am 1. September begonnen haben. Der Film „Spencer“, in dem sie die Hauptrolle spielt, hat dort Premiere gefeiert – und scheint zumindest beim Publikum vor Ort gut angekommen zu sein.

Eine Nebenrolle in dem Streifen, der eine besondere Episode aus dem Leben von Prinzessin Diana beschreibt, spielt auch das Schloss in Nordkirchen. Im Februar und März dieses Jahres hat sich das Nordkirchener Schloss in eine Kulisse des Films verwandelt, die auch im Trailer des Films ziemlich prominent vorkommt. Es stellt darin das Schloss Sandringham dar. Dort – darum geht es auch in den Film – soll sich Diana entschlossen haben, sich von ihrem Mann Prinz Charles scheiden zu lassen.

Fotos von den Dreharbeiten in Nordkirchen

Das Set in Nordkirchen war – wahrscheinlich auch wegen internationaler Stars wie Kristen Stewart – geschlossen: Für die Öffentlichkeit oder die Presse gab es eigentlich keinen Zutritt. Erstmals geben jetzt aber Fotos aus der Zeit einen Eindruck, wie das Schloss sich als „Double“ geschlagen hat.

Fotostrecke

Dreharbeiten zu „Spencer“ am Schloss Nordkirchen

Man sieht einen mit Kies zugeschütteten Schlosshof – very british -, dazu viele Komparsen, Darsteller und zeitgemäße Fahrzeuge. Auch einen Einblick in die Garderobe in die Schlossinnenräume gibt es: Da hängen sehr viele Kleider, mit Plastikfolie geschützte Kleider auf der Stange. Eine Box mit der Aufschrift „#1 Diana“ enthält offenbar Accessoires.

Mode spielt keine unwesentliche Rolle in dem Film „Spencer“, wie aus mehreren Medienberichten zu entnehmen ist. Der „Spiegel“ schreibt so über den Film des chilenischen Regisseurs Pablo Larraín: „Sein Film ist immer dann ganz bei sich, wenn er Stewart in typischen Diana-Kostümen zeigen kann, mit Diana-Augenaufschlag, in prächtig eingefrorenen Tableaus. ,Spencer‘ protzt mächtig mit Schmerzensbildern einer schönen jungen Frau in herrschaftlicher Umgebung.“

Keine Hommage, sondern „ambivalentes Portrait“

Die Kritik folgt jedoch auf dem Fuße: „Schwer daneben und blöde aufdringlich ist ,Spencer‘ allerdings immer dann, wenn der Regisseur seine hübsch ausstaffierten Figuren irgendwie miteinander in Aktion treten lassen will.“

Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dass der Film keine Hommage an Lady Di sei. „Sondern das ambivalente Porträt einer fragilen Frau und leidenschaftlich liebevollen Mutter, das auf Schuldzuweisungen verzichtet.“

Wie Kristen Stewart in der Haupt- und das Schloss Nordkirchen in einer der Nebenrollen sich geschlagen haben, können Zuschauer ab Ende Januar 2022 selbst bewerten: Dann soll der Film in Deutschland in die Kinos kommen. In den USA läuft der Film schon etwas eher an: ab dem 5. November.

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Ich mag Geschichten. Lieber als die historischen und fiktionalen sind mir dabei noch die aktuellen und echten. Deshalb bin ich seit 2009 im Lokaljournalismus zu Hause.
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Marie Rademacher