Stellplatz für Wohnmobile feierte ersten Geburtstag

In Nordkirchen

Was aus einer einfachen Mail an Nordkirchens Bürgermeister begann, wurde zu einem Ort, den Menschen aus vielen Ländern besuchten: Der Wohnmobilstellplatz Am Gorbach hat am Samstag seinen ersten Geburtstag gefeiert.

NORDKIRCHEN

von Nele Falke

, 16.07.2017 / Lesedauer: 3 min

Der Stellplatz wird seit der Eröffnung vor einem Jahr von Michael Moll gemeinsam mit seiner Frau Monika betrieben. Aus seiner Tätigkeit als Reisejournalist entstand Michael Molls Wunsch, sich etwas eigenes – und damit ein zweites Standbein aufzubauen.

Auf Nordkirchen wurde der Autor über ein Bild des Schlosses aufmerksam. Dass die Gemeinde bis dahin noch keinen eigenen Stellplatz hatte, sollte schnellstmöglich geändert werden.

Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde beschreibt Moll als „wunderbar einfach“: Im Dezember 2015 verfasste er eine E-Mail, in welcher er seine Idee beschrieb: der erste Wohnmobilstellplatz für Nordkirchen. Für Bürgermeister Dietmar Bergmann kam die Anfrage wie gerufen: Bereits seit Oktober des Jahres hatte auch er diese Idee im Kopf, durch Moll konnte sie schließlich umgesetzt werden.

"Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt"

Aber was wird die Zukunft für den Platz nun bieten? „Im Moment bin ich erst mal stolz auf unser erfolgreiches erstes Jahr. Wir werden sehen, wie es sich weiterentwickelt“, sagt Michael Moll dazu. Eine Erweiterung sei aber bisher nicht geplant. Seit der Eröffnung wurden auf dem Wohnmobilstellplatz mehrere kleinere Änderungen vorgenommen, so wurden beispielsweise die Zäunchen, die anfangs die einzelnen Stellplätze voneinander abgrenzten, durch Steinmarkierungen ersetzt.

Was den Stellplatz von vielen anderen seiner Art abhebt, sind die Landschaftsmotive hinter den Wohnmobilen und die Infotafeln, die über den Wohnmobilstellplatz verteilt stehen. Besonders wichtig ist es dem Betreiber, dass seine Gäste sich „wohlfühlen“.

Es kommen drei Sorten von Wohnmobilisten

Im Durchschnitt bleiben die Besucher etwa 1,6 bis zwei Nächte. Oft verlängern die Gäste jedoch ihren Aufenthalt, wenn sie bemerken, dass die Gemeinde mehr zu bieten hat, als „nur“ einen Stellplatz. Michael Moll nennt das den „Oh-Effekt“. Für Moll gibt es drei Arten von Wohnmobilisten auf seinem Stellplatz: die Wochenendausflügler aus der Region, die sogenannten Zwischenübernachter, die häufig aus Skandinavien oder Süddeutschland kommen und auf ihrem Weg über die A1 Rast machen wollen und Besucher, die länger bleiben, um zu entspannen.

Diese Vielfalt war auch bei der Geburtstagsfeier zu spüren. Die Gäste kamen aus der Region und aus anderen Teilen Deutschlands wie Köln oder Osnabrück, aber auch aus Belgien und Holland waren Besucher zu Gast.

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