Südkirchener planen Freizeitplatz der Generationen

Für Kinder und Jugendliche

Ein Platz für alle Generationen könnte bald in Südkirchen entstehen. Am Mittwoch haben sich Verwaltung, Quartiersmanagement und Anwohner am Spielplatz Ketteler Straße / Ecke Bodelschwinghstraße getroffen, um Ideen für einen sogenannten Freizeitplatz zu sammeln. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

SÜDKIRCHEN

, 22.04.2016, 05:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Südkirchener planen Freizeitplatz der Generationen

Der Spielplatz Ketteler Straße / Ecke Bodelschwinghstraße in Südkirchen soll umgestaltet werden. Quartiersmanagerin Adriana Haberer und die Gemeindeverwaltung besprachen mit Anwohnern und Kindern, was man konkret machen könnte.

Was genau ist mit dem Begriff Freizeitplatz gemeint?

Es geht um einen Platz, der nicht nur für Kinder gedacht ist, sondern für alle Generationen attraktiv ist. Kinder könnten an den bekannten Geräten, wie Klettergerüsten, Rutsche, Sandkasten, spielen und alle älteren Besucher könnten Bänke oder sogar spezielle Bewegungsangebote und Geräte benutzen, die für Alt und Jung gedacht sind. Wie ein solches Angebot konkret aussehen könnte, wird sich in den Entwürfen zeigen, die jetzt erarbeitet werden.

Warum soll der Spielplatz zu einem Freizeitplatz werden?

Die Gemeinde hält eine Spielplatzerneuerung zunächst einmal grundsätzlich für sinnvoll und nötig. Bei dem Termin machte Quartiersmanagerin Adriana Haberer deutlich, dass es darum gehe, „die Attraktivität des Ortsteils Südkirchen zu steigern“. Der Spielplatz ist aus den 1970er Jahren, das Gelände sei 860 Quadratmeter groß, sagte Bauamtsleiter Josef Klaas auf Anfrage dieser Redaktion.

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Was war der Sinn des Termins am Mittwoch?

Verwaltung und Quartiermanagement wollen die Anwohner ins Boot holen. Das habe schon vor etwa anderthalb Jahren bei einer Spielplatzumgestaltung in Nordkirchen gut geklappt, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann den rund 30 Anwohnern am Mittwoch erklärte. Bereits im Vorfeld des Vor-Ort-Termins in Südkirchen habe Quartiersmanagerin Adriana Haberer Werbung für die Veranstaltung gemacht, die Siedlergemeinschaft ins Boot geholt und Flugblätter verteilt, berichtete Josef Klaas gestern. Beim Treffen selbst hatte das Quartiersmanagement Din-A-5-Blätter zum Ausfüllen vorbereitet: Was gefällt mir auf dem Spielplatz, was könnte man besser machen? Adriana Haberer nahm die anwesenden Kinder zur Seite und fragte an jedem Spielgerät noch einmal konkret: Was gefällt euch und was nicht?

Was war das Ergebnis?

Am Ende kamen alle Vorschläge zusammen. Für die Kinder lag der Fokus erwartungsgemäß auf dem Spiel-Angebot: mehr Klettermöglichkeiten, eine größere Rutsche, eine Seilbahn. Auch wenn alle Vorschläge in die Planung aufgenommen werden, kündigte Josef Klaas auf Anfrage an, dass eine Seilbahn wohl unter anderem aus Platzgründen nicht umsetzbar sei. Was dagegen wohl in der Planung auftauchen könnte, sind bessere Aufenthaltsflächen mit Sitzgelegenheiten und einem besseren Zugang unter anderem für Rollatoren. Auch in den Boden eingelassene Rohre für Sonnenschirme fanden Anklang bei den Planern. Möglich scheinen nach dem Termin auch Geräte, die Jüngere und Ältere nutzen können. Wie die konkret aussehen, wird sich dann beim ersten Entwurf zeigen. Und abseits von Vorschlägen zeigte sich für den Bauamtsleiter auch: „Man kann die Leute für ihre Wohnumgebung begeistern, wenn man dafür wirbt.“

Wie geht es jetzt weiter?

Die Planung soll, so kündigte Josef Klaas an, in diesem Jahr weitergeführt werden, eine Umsetzung sei im kommenden Jahr realistisch.

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