Südkirchener Sozialmobil rollt nur noch bis Februar

Vertrag läuft aus

Fünf Jahre lang konnten Vereine und gemeinnützige Einrichtungen in Südkirchen das sogenannte Sozialmobil der Firma Wacker kostenfrei nutzen. Im kommenden Jahr ist damit zunächst Schluss – und das trotz vieler Anfragen von Kindergärten, Sportvereinen und Co. Doch eine Lösung ist in Sichtweite.

SÜDKIRCHEN

, 20.08.2017, 16:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Südkirchener Sozialmobil rollt nur noch bis Februar

Im Februar läuft der Vertrag für das Sozialmobil der Firma Wacker aus. Eine Idee, wie es weitergeht, gibt es bereits. Neu ist hingegen eine Hüpfburg. Darüber freuen sich Andreas und Inga Wacker.

„Der Terminkalender für das Sozialmobil ist voll“, sagt Andreas Wacker, Geschäftsführer des gleichnamigen Autolackier- und Karosserie-Betriebs. Knapp 105.000 Kilometer sind Vereine, Flüchtlingshilfe, Kindergärten und Schulen in den vergangenen Jahren mit dem Sozialmobil gefahren. Sie konnten sich den Wagen kostenfrei leihen, um Ausflüge oder Fahrten durchführen zu können. „Es ist toll, diese Leute zu unterstützen“, sagt Andreas Wackers Frau Inga, die ebenfalls im Betrieb arbeitet.

Aber wenn das Sozialmobil so gut läuft, wieso stellt Wacker dann den Betrieb des Wagens ein? „Wir haben mit der zuständigen Firma einen Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen“, sagt Andreas Wacker. Im Februar müsse der Wagen – den Wacker von einer Firma aus Süddeutschland extra als Sozialmobil bestellt hat – wieder zurück.

Sponsoren für neues Sozialmobil gesucht

„Es ist einfach schade, wenn solch eine Möglichkeit wegfällt“, sagt Bianca Schmidt vom Kindergarten St. Pankratius Südkirchen. Etwa fünf- bis sechsmal im Jahr nutze sie das Sozialmobil für den Kindergarten, beispielsweise zum Transport der Kinder zu Bauernhöfen oder zum Sinnesgarten. „Solche Projekte sind zukünftig nicht mehr so leicht umsetzbar“, sagt Bianca Schmidt.

Viel mehr Eltern müssten zur Verfügung stehen, um die Kinder zu fahren. Das Anmieten eines Busses wäre hingegen gar nicht finanzierbar. Doch eine Lösung scheint bereits in Sichtweise, denn Wacker überlegt, ein neues Sozialmobil zu besorgen – dieses Mal auf eigene Faust. Um das neue Mobil auch finanziell stemmen zu können, braucht es allerdings Sponsoren. Etwa 15 Stück seien nötig, um die monatlichen Leasingraten zu decken, so Inga Wacker. 

Firma Wacker verleiht kostenfrei eine Hüpfburg

Die Sponsoren seien dann mit ihrem Logo – so wie auch beim bisherigen Spielmobil – zu sehen. Gleichzeitig haben sie aber auch Anrecht darauf, den Van beispielsweise für ihren Tag der offenen Tür kostenlos zu nutzen, wenn es der Terminplan zulässt. „Wir sind da sehr zuversichtlich“, sagt Andreas Wacker.

Ob der Übergang zwischen bisherigem und neuem Sozialmobil fließend laufe, sei noch nicht absehbar. Neu ist hingegen jetzt schon eine etwa vier mal vier Meter große Hüpfburg, die sich zum Beispiel örtliche Vereine kostenfrei ausleihen können. „Früher wurden die an jeder Ecke ausgeliehen. Jetzt kaum noch. Das wollten wir ändern“, so Inga Wacker. Besonderen Wert lege das Unternehmen auf eine leichte Handhabung: zusammengeklappt und in einer Kiste verstaut, sei für den Transport der Hüpfburg kein Anhänger nötig, ein normaler Kombi genüge.

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