Südkirchener Wohngruppe erfüllte sich einen Traum

Dank einer Spende

Für die Kinder der inklusiven Wohngruppe in Südkirchen hat sich ein großer Traum erfüllt: Mit dem Flugzeug ging es für sie nach Barcelona. Der zweitägige Trip kam letztlich durch eine Spende der örtlichen Volksbank zustande. Mit einem ganz besonderen Anschreiben hatten die Kinder die Bank überzeugt.

SÜDKIRCHEN

von Damian Harazim

, 25.04.2017 / Lesedauer: 3 min

Vor der großen Reise nach Barcelona stand erst einmal das frühe Aufstehen: Bereits um 3 Uhr morgens klingelte für die acht Kinder und fünf Betreuer am 12. April der Wecker. Kurz darauf ging es für sie mit dem Bus erst zum Düsseldorfer Flughafen und von da aus ins sonnige Spanien. „Für viele Kinder war es der erste Flug“, sagt Svenja Pawelski, Erzieherin in der Wohngruppe.

Mit einem besonderen Anschreiben suchte die Wohngruppe zuvor Unterstützer für die Reise. Christoph Speikamp, Vorstand der Volksbank Südkirchen-Capelle-Nordkirchen, war überrascht, als er ein selbst gebasteltes Flugzeug der Wohngruppe auf seinem Schreibtisch entdeckte.

Ausgefallene Bitte überzeugte den Spender

Erst später erkannte er, dass der Rumpf des Flugzeuges eine Flaschenpost enthielt. In dieser bat die Kinder-Wohngruppe um eine Spende, damit ihr großer Traum vom Fliegen endlich Wirklichkeit werden würde. „Wir haben uns gedacht, eine normale Nachricht wäre langweilig gewesen. Das Basteln passt am besten und das Flugzeug symbolisiert am besten unseren Wunsch“, erklärt Pawelski.

Innerhalb eines Tages erhielten sie eine Antwort. „Die Art der Bitte hat uns überzeugt und wir wollten etwas Gutes tun“, sagt Christoph Speikamp.

Eigentlich sollte es nach Mallorca gehen

Als die Kinder die Nachricht erhielten „waren sie außer Rand und Band und hatten ein Funkeln in den Augen“, erzählt Svenja Pawelski. Ursprünglich sei eigentlich eine Reise nach Mallorca geplant gewesen. Die musste jedoch in letzter Minute abgesagt werden, da der Vermieter ihrer Wohnung sich als unseriös herausstellte.

„Wir haben von heute auf morgen gebucht und die Kinder damit komplett überrascht“, so Svenja Pawelski. Also ging es nach Barcelona statt Mallorca.

Die U-Bahn in Barcalona war für die Kinder ein Highlight

Die Kinder hatten in ihren zwei Tagen Aufenthalt viel Programm, um möglichst viel von Barcelona sehen zu können. Die Besichtigung der berühmten Kirche Sagrada Família stand ebenso auf der Agenda, wie der Besuch des Strandes, der Markthalle und des Hafens.

Außerdem seien die Kinder zum ersten Mal mit einer U-Bahn gefahren, so die Erzieherin. Auch landestypische Köstlichkeiten hat die Reisegruppe ausprobiert: „Wir haben Tapas gegessen und waren im Restaurant ‚Pudding-Bar‘, das hat uns sehr gefallen“, sagt Naemi, Teil der Wohngruppe.

„Wenn es machbar ist, möchten wir auf jeden Fall ein zweites Mal fliegen. Aus Kinder- und unserer Sicht spricht überhaupt nichts dagegen. Denn die Kinder möchten auch noch einmal fliegen“, sagt Svenja Pawelski.

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