SV Südkirchen bekommt doch keinen Kunstrasen

Zu teuer

Jetzt ist es amtlich: Der SV Südkirchen wird doch keinen Kunstrasenplatz bekommen. Das finanzielle Risiko sei zu groß, hat der Verein am Freitagmorgen mitgeteilt. Somit wird es bei Naturrasen und Aschenplatz bleiben. Doch gebaut wird an der Sportanlage trotzdem.

SÜDKIRCHEN

, 20.11.2015, 13:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Rasenplatz des SV Südkirchen wird wohl ein Naturrasenplatz bleiben.

Der Rasenplatz des SV Südkirchen wird wohl ein Naturrasenplatz bleiben.

Der SV Südkirchen gibt sein Kunstrasenprojekt auf. „Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen“, teilt der Verein mit. Der Bau des Kunstrasenplatzes wäre zwar für den Fußball des Vereins von großem Vorteil, aber „die finanziellen Belastungen für die kommenden zehn Jahre“ seien zu groß, heißt es in einer Mitteilung. 

450.000 Euro sollte der Kunstrasenplatz kosten. Den größten Teil hätte die Gemeinde Nordkirchen gezahlt. 170.000 Euro hätte der Eigenanteil des Vereins betragen. Davon wollte der Verein laut Präsidiumsgeschäftsführer Thomas Wiggers 35.000 Euro an handwerklichen Eigenleistung beim Bau erbringen. Auch 35.000 Euro spenden habe der Verein bereits gesammelt. „Da haben wir unserer Hausaufgaben gemacht“, sagte Wiggers gegenüber dieser Redaktion. 

Doch die Belastungen durch einen Kredit in Höhe von 100.000 Euro seien für den Verein in Zukunft zu hoch gewesen, so Wiggers. Nun sollen die Spender ihr Geld zurückbekommen, wenn sie dies wünschen. Auch der Sonderbeitrag für Mitglieder wird nun nicht mehr erhoben. 

Anlage soll modernisiert werden

Gebaut werden soll allerdings trotzdem. Die Sportanlage des SV Südkirchen braucht eine Modernisierung. So soll etwa der Rasen gesichert werden. Immer wieder haben Kaninchenlöcher für Verletzungen bei den Fußballern gesorgt. Dagegen kann sich Thomas Wiggers einen Zaun vorstellen. Auch die Kabinen sollen saniert und erweitert werden. Denn noch gibt es keine getrennte Umkleide für Jungen und Mädchen. 

Der SV Südkirchen ist auch bereits in Gesprächen mit der Gemeinde Nordkirchen, wie die Sanierung der Sportanlage gestemmt werden kann. Das bestätigte Bauamtsleiter Josef Klaas. Und vielleicht wird es auch irgendwann einen Kunstrasenplatz in Südkirchen geben. „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“, sagte Thomas Wiggers. Auf lange Sicht sei der Platz für den Verein nötig.

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