Tierfreunde Lüdinghausen haben neues Zuhause

Noch fehlt Baugenehmigung

Die Tierfreunde Lüdinghausen können nun doch noch bis Ende September auf ihrem bisherigen Gelände in Lüdinghausen bleiben. Wie berichtet hat der Eigentümer den Tierfreunden wegen Eigenbedarfes gekündigt. Aber ein neues Heim in Nordkirchen steht schon in Aussicht.

NORDKIRCHEN/LÜDINGHAUSEN

, 30.07.2016, 04:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Gelände der Tierfreunde Lüdinghausen.

Das Gelände der Tierfreunde Lüdinghausen.

Eine neues Zuhause haben die Tierfreunde bereits gefunden. Der Verein möchte das Gelände mit der Anschrift Berger 31 am Rand von Nordkirchen und Selm pachten. Angeboten wurde ihnen vom Eigentümer eine Pacht über 25 Jahre. Das Gelände ist rund 9000 Quadratmeter groß.

„Wir sind erst einmal froh, dass wir eine Verlängerung bis Ende September erhalten haben“, so Tierfreunde-Vorsitzende Maria Eichel in einem Gespräch mit unserer Redaktion. Die Zeit werde aber schon recht knapp, denn man müsse auf dem jetzigen Grundstück den alten Zustand wieder herstellen.

Lärmbelästigung und fehlende Baugenehmigung

Auf dem neuen Gelände planen die Tierfreunde zwei neue Pultdachhallen für Katzen und Hunde. Wie Maria Eichel erklärte, lege die Baugenehmigung aber noch nicht vor. Auf Anfrage erklärte Christoph Hüsing, Pressesprecher des Kreises Coesfeld, es würden noch Unterlagen für den Bauantrag fehlen. „Wenn alle Unterlagen vorliegen, werden wir in das Beteiligungsverfahren einsteigen.“

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Wie der Pressesprecher erklärte, müssten die Gemeinde Nordkirchen und auch Selm beteiligt werden. Selm, weil, das Grundstück an der Ortsgrenze liegt. Zudem müsse man auch die Immissionsschutzbehörde beteiligen. Deswegen, weil sich in der Nähe Wohnhäuser befinden. So müsse eine mögliche Lärmbelästigung abgeklärt werden. Hüsing: „Wenn wir alle Unterlagen haben, können wir uns näher mit dem Bauantrag befassen.“

Josef Klaas, Bauamtsleiter der Gemeinde Nordkirchen erklärte, der Kreis habe die Gemeinde bereits um eine Stellungnahme gebeten. „Wir werden das Einvernehmen für den Bau des Katzen- und Hundehauses erteilen“, so der Bauamtsleiter.

Eine Frage des Geldes

Auf dem Grundstück befindet sich auch ein Wohnhaus. Dort, so Maria Eichel, wolle man Büro-, Sozial und Seminarräume einrichten.

Neben der fehlenden Baugenehmigung fehlt den Tierfreunden auch noch das vollständige Eigenkapital von 30 000 Euro. Wie Maria Eichel erklärte, habe man beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) einen Förderantrag gestellt. Eichel: „Wir warten aber noch auf eine Zusage.“ Sie sei aber optimistisch und hoffe, dass es bald losgehen könne.  

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Die Tierfreunde hoffen auch weiterhin auf finanzielle Unterstützung von Förderern. Einzahlungen sind auf folgendes Spendenkonto möglich: Volksbank Ascheberg-Herbern, Konto-Nr. 19769100, BLZ 400 696 01.

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