Tödlicher Unfall an Fußgängerüberweg in Nordkirchen landet nicht vor Gericht

rnAm Capeller Tor

Im Februar war ein 83-Jähriger an der Münsterstraße angefahren worden. Die Staatsanwaltschaft Münster hat sich mit der Schuld des Autofahrers beschäftigt - und das Verfahren nun eingestellt.

Nordkirchen

, 31.08.2020, 20:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der schwere Unfall unweit des Capeller Tors, bei dem ein 83-jähriger getötet wurde, der sein Pedelec-Rad über den Fußgängerüberweg über die Münsterstraße geschoben hatte, landet nicht vor Gericht. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Münster hat das Verfahren jetzt eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte einen Sachverständigen mit einem Gutachten zur Verkehrssituation vor Ort beauftragt. Dieser Gutachter sei zu dem Schluss gekommen, dass der Unfall für den beschuldigten Autofahrer nicht zu vermeiden gewesen sei, sagt Oberstaatsanwalt Dirk Ollech auf Anfrage. Deshalb werde es zu keinem Gerichtsverfahren kommen.

Gemeinde hat Verkehrssituation beobachtet

Der Unfall hatte in Nordkirchen für Bestürzung gesorgt. Am 28. Februar war ein 83-Jähriger von einem 43-jährigen Autofahrer erfasst worden, als er sein Fahrrad über den Fußgängerüberweg an der Münsterstraße schob. Der 83-Jährige wurde so schwer verletzt, dass er kurz danach im Krankenhaus starb.

Auch die Gemeinde Nordkirchen hat sich die Verkehrssituation noch einmal angesehen. Nach den Erkenntnissen vor Ort, werde die Querungshilfe noch immer nicht von allen Fußgängern und Radfahrern genutzt, die vom Schloss über die Münsterstraße Richtung Hirschpark wollen, sagt Bürgermeister Dietmar Bergmann. Das ist aber der Appell der Verwaltung. Denn so könne man in der Mitte halten und besonders auf den Verkehr achten, statt beide Fahrstreifen der Münsterstraße auf einmal queren zu müssen. Doch auch die Gemeinde sehe keine Ansatzpunkte, die Verkehrssituation an der Stelle weiter zu verändern.

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