Unbekannter Täter kam über Nacht und stahl Geld

Einbruch beim SV Südkirchen

Für Elfriede Närdemann brachte der Mittwochmorgen einen Schrecken: Die Frau, die sich beim SV Südkirchen um die Vereinsräume kümmert, griff gegen 8 Uhr schnell zum Telefon. Am Sportplatz des SVS hatte sich in der Nacht zuvor ein Einbrecher herumgetrieben, der deutlich sichtbar unschöne Spuren hinterließ.

SÜDKIRCHEN

, 13.04.2016 / Lesedauer: 3 min

Um 8 Uhr war auch beim Vorsitzenden Ludger Hörstrup der gute Morgen vorbei: Er erfuhr vom Einbruch und machte sich recht bald zum Sportplatz auf. Dort traf der Vereins-Chef auf die Polizei und Mitarbeiter der Gemeinde Nordkirchen – denn der Sportplatz ist eine kommunale Einrichtung.

Der oder die Einbrecher, das war schnell klar, mussten in der Nacht zuvor hier gewesen sein – denn abends vorher war Christian Kallwey, Trainer der Seniorenmannschaften, noch mit seinem Team am Platz. Erst trainierten die Jungs, dann schauten sie noch gemeinsam das Champions-League-Viertelfinale des VfL Wolfsburg bei Real Madrid. „Gegen 23 oder 23.30 Uhr waren wir weg – vorher war alles in Ordnung“, so Kallwey am Mittwochvormittag auf Anfrage unserer Redaktion.

Tür aufgebrochen, Schränke durchwühlt

Am nächsten Morgen dieses Bild: die Tür zum Obmannraum eingangs des Sportplatzes aufgebrochen, die Schränke durchwühlt. Eine Geldkassette war aufgebrochen, in der allerdings nur Hartgeld war – vielleicht 50 Euro, schätzte Ludger Hörstrup im Gespräch mit unserer Redaktion. Im Raum selbst gibt es Schränke für die einzelnen Mannschaften: allesamt aufgebrochen, durchwühlt, ein Bild des Chaos‘. „Was genau drin war und folglich auch was genau daraus weggekommen ist, können wir noch nicht sagen“, so Hörstrup gegenüber unserer Redaktion.

Bargeld - darauf hatten es die Diebe abgesehen

„Ärgerlich, dass alle Fächer der Mannschaften aufgebrochen wurden“, sagte Trainer Christian Kallwey am Mittwoch. Er ärgerte sich auch darüber, dass Schaden an den Möbeln entstanden sei. Die Lautsprecheranlage schauten sich die Täter offensichtlich ebenso an wie den PC, der hier steht, um die Ergebnisse aktuell ins DFB-Net einzutragen – aber dies technischen Geräte blieben stehen. Offenbar hatten die Einbrecher es nur aufs Bargeld abgesehen: eine Beute, die Kriminelle nicht erst verhehlen müssen, die meistens auch keine Spuren beim Gebrauch hinterlässt. Oftmals kommt es vor, dass sie zum Erwerb von Drogen eingesetzt wird. Dann spricht man von Beschaffungskriminalität. Ob das in diesem Fall der Hintergrund ist, darüber lässt sich aber nur spekulieren.

An der Tür zum Vereinsheim selbst hinterließen der oder die Täter auch sichtbare Spuren, bissen sich aber offensichtlich die Zähne aus: Hier fehlte am Morgen nichts, die Tür war verschlossen.

Gemeindeverwaltung kümmert sich um Reparaturen 

Am Mittwochabend treffen sich einige Mitglieder des Vereins, um den Obmannraum aufzuräumen und die Schäden noch genauer zu begutachten. Derweil kümmert sich die Gemeindeverwaltung um die notwendigen Reparaturen. Den Sachschaden bezifferte die Polizei in einer Meldung vom Vormittag auf rund 500 Euro.

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