Unterhaltsamer Abend mit spannenden Erkenntnissen: Ingo Oschmann war zu Gast in Nordkirchen

Ingo Oschmann

Ingo Oschmann hat mit viel Witz, Spontanität und erstaunlich viel Tiefgang und persönlichen Einblicken die Besucher begeistert. Sein Auftritt hätte mehr Besucher verdient gehabt.

Nordkirchen

, 08.04.2019, 07:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unterhaltsamer Abend mit spannenden Erkenntnissen: Ingo Oschmann war zu Gast in Nordkirchen

Ingo Oschmann bescherte dem Publikum einen unterhaltsamen Abend. © Beate Dorn

135 waren am Samstagabend in die Aula der Gesamtschule gekommen, um Ingo Oschmann auf der Bühne zu sehen. Oschmann stand nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf der Bühne. Ihm war es wichtig, sein Publikum zu unterhalten. Das gelang ihm auf eindrucksvolle Weise. Immer wieder band er das Publikum mit ein. Dabei blieb er immer charmant und ließ die Akteure ausnahmslos gut aussehen, wenn er zum Beispiel mit der Dame in der ersten Reihe sprach, die mit zwei männlichen Begleitern zur Vorstellung gekommen war oder vier Gäste auf der Bühne einem Lügentest unterzog.

Oschmann schildert alltägliche Situationen

Die Schlagfertigkeit eines „Probanden“ machte ihn kurzzeitig sprachlos: „Ich bin jetzt auch nur noch dabei“, räumte er ein, gefolgt von einem Lachanfall, der das Publikum ansteckte. Lügen, zwischenmenschliche Beziehungen oder Ziele im Leben: Oschmann schilderte alltägliche Situationen und machte auch nicht davor halt, sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Wer Oschmann länger nicht gesehen hatte, dachte es. Oschmann sprach es aus. „Ich bin seit meinem Auftritt hier in Nordkirchen vor zwei Jahre grau und fülliger geworden.“ Eigentlich wollte er sich ja die Haare bei seinem türkischen Lieblingsfriseur färben lassen, der habe jedoch gesagt: „So einen Quatsch mache ich nicht.“

Künstler läuft zur Höchstform auf

Mit einer grandiosen Mischung aus Kabarett und Comedy lief Oschmann im Laufe des Abends zur Höchstform auf. Wobei er den Vorteil darin sah, dass er in einem kleinen Raum auftrat. „Ich bin schon in großen Hallen vor richtig vielen Leuten aufgetreten. Das ist, als ob man vor einer Wand steht. Hier ist so familiär. Das gefällt mir richtig gut.“ Egal, wovon Oschmann gerade sprach, er schweifte vom eigentlichen Thema ab, stieg jedoch immer wieder genau an jener Stelle in die eigentliche Geschichte ein, an der zuvor unterbrochen hatte. Egal, ob Oschmann davon erzählte, dass niemand Zeit hatte, ihm beim Umzug zu helfen, oder er unangenehme Situationen beim Kennenlernen der Familie seiner ersten Freundin schilderte, seine skurrilen bis absurden Geschichten wurden nie langweilig. Vielmehr machte er Mut, auch mal etwas Neues auszuprobieren. „Es gibt kein zweites Leben“, mahnte er.

Nach dem Auftritt das Gespräch mit den Gästen

Kaum hatte Oschmann die Bühne verlassen, stand er mit den Zuschauern vor der Aula und plauderte. „Ich habe ihn vor zwei Jahren hier auch schon erlebt. Dieses Mal hat es mir sogar noch besser gefallen“, sagte Katharina Jansen, die mit Freundinnen gekommen war. „Oschmann ist ein ehrlicher Typ, so natürlich und spontan. Ich liebe sein Schnarchen, wenn er lacht“, meinte Daniela Jegust-Rosenboom. Nach der Vorstellung war immer wieder zu hören „Es war ein schöner Abend. Wenn er noch einmal nach Nordkirchen kommt, bin ich dabei.“

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