Venneker-Ansiedlung: Kritik an Verwaltung

Diskussion um Viehhandel

Die mögliche Ansiedlung des Viehhandels Venneker in Nordkirchen wurde erneut diskutiert. Bei einer Fragestunde für Einwohner mussten sich Bürgermeister Dietmar Bergmann und Bauamtsleiter Josef Klaas einigen kritischen Fragen stellen. Hier gibt es die Kritikpunkte der Bürger und die Reaktionen in der Übersicht.

NORDKIRCHEN

, 23.04.2015, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Venneker-Ansiedlung: Kritik an Verwaltung

Die geplante Ansiedlung der Viehhandlung Venneker wurde nun erneut diskutiert.

Der Hauptvorwurf der Bürger: Die Gemeinde würde Erkenntnisse der Wissenschaft ignorieren. Die Einwände lassen sich im Wesentlichen auf drei Kritikpunkte zusammenfassen:

Kritikpunkt 1

Die Verwaltung würde die gesundheitlichen Risiken nicht beachten und ganz nach dem Motto "Augen zu und durch" verfahren. Josef Klaas antwortete: "Wir halten die Risiken für begrenzt und beherrschbar. Deshalb werden wir das Planverfahren weiter verfolgen."

Kritikpunkt 2

Die Verwaltung ignoriere neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bezüglich der Verbreitung von multiresistenten Keimen durch die Schweinetransporte, wie es etwa ein Gutachten der Universität Hannover darstellt. Die Verwaltung würde die mögliche Ansiedlung des Viehhandels zwar im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften bewerten. Allerdings werden dabei auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert, die noch keine Beachtung in gesetzlichen Regelungen gefunden haben.

Auf Nachfrage unserer Redaktion, ob die Verwaltung sich jenes Gutachten genauer anschauen werden, antwortete der Bauamtsleiter: "Das Gutachten ist uns bekannt. Uns werden aber einige Gutachten empfohlen." Die Verwaltung werde sich weiterhin informieren.

Kritikpunkt 3

Einige mahnten, dass die Verwaltung auch zukünftige Gefahren bedenken müsse. "Sind Sie bereit, diese Vorsorgegedanken zu verfolgen?", lautete eine Frage. Dazu meinte Bürgermeister Bergmann, dass sowohl Verwaltung als auch Politik diese Gedanken bei allen Planungen berücksichtigen.

Bergmann und Klaas machten in der Fragestunde auch darauf aufmerksam, dass alle Unterlagen zur geplanten Ansiedlung im Rathaus ausliegen und auch direkt auf der Homepage der Stadt abrufbar seien. Die öffentliche Auslegung findet bis zum 18. Mai statt.

Lesen Sie jetzt