Venneker: "Ich kann die Anwohner verstehen"

Viehhändler im Interview

Die Umsiedlung der Viehhandlung Venneker von Südkirchen nach Nordkirchen sorgt bei Anwohnern für Kritik, viele befürchten eine sinkende Lebensqualität und Wertverluste bei ihren Grundstücken. Im Interview zeigt Unternehmer Albert Venneker Verständnis für die Bürger, sagt aber auch: "Die Ängste sind unbegründet."

NORDKIRCHEN

, 13.12.2014, 13:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Venneker: "Ich kann die Anwohner verstehen"

Firmeninhaber Albert Venneker vor einem der Transporter seiner Firma.

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Ja, das habe ich. Deswegen haben wir ja frühzeitig die Bürger bei den Informationsveranstaltungen informiert. Mit ist wichtig, dass die Leute wissen, was geplant ist. Ich möchte die Bürger auf dem Weg mitnehmen. Für mich war immer wichtig, die Bürger sehr gut zu informieren. Ich habe nichts zu verbergen. Ich würde diesen Schritt auch nicht gehen, wenn ich nicht dahinter stehen würde. Ich bin von den Plänen überzeugt.

Ein Mastbetrieb ist er auf keinen Fall. Wir können eher von einem Logistikzentrum sprechen. Mit kleinen LKW werden Tiere bei kleineren Landwirten im Umkreis von rund 40 Kilometern abgeholt. Auf dem Betriebsgelände werden sie dann lediglich auf größere LKW geladen.

Die Verweildauer ist sehr kurz. Maximal zwei bis drei Stunden.

Nein. Wir würden zehn bis 15 neue Mitarbeiter einstellen, doch wir können sie räumlich nicht mehr unterbringen. Das Verwaltungsgebäude hätten wir eigentlich schon vor zwei Jahren gebraucht.

Nein, ich weiß, dass die Pläne für uns und auch für die Gemeinde gut sind. Ich glaube auch, dass die Bürger, die nun dagegen sind, nicht die Meinung der Gemeinde abbilden. Ich möchte in Nordkirchen bleiben. Ich will mir in ein paar Jahren nicht nachsagen lassen, warum bis du gegangen?

Wir werden alles solide bauen. Das Verwaltungsgebäude und die anderen Gebäude sollen ins Münsterland passen. Mein jetzige Halle passt ja auch in das Münsterland. Für mich ist es wichtig, dass die Mitarbeiter gute Arbeitsbedingungen haben.

Ich bin kein Biologe, doch haben wir eine mögliche Belastung bei den Gutachten abgefragt. Die Gutachter sagen, es sei aufgrund der niedrigen Staubbelastung nicht messbar.

Über den Kreisverkehr können die LKW in alle Richtungen auf breiten Straßen fahren. Die LKW müssen nicht mehr durch die Ortschaft. Und schon jetzt fahren viele unserer LKW durch diesen Kreisverkehr.

Nein. Unsere Aufgabe wird es sein, den letzten Kritikern die Ängste zu nehmen. Ich bin so auch zu Gesprächen mit der Bürgerinitiative bereit. Ich bin aber kein Biologe. Ich kann Ihnen aber alles über den Betrieb sagen. Ich bin mir sicher, dass die Ängste unbegründet sind.

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