Venneker: Neubau soll am 1. August starten

Viehhandel in Nordkirchen

Das Viehhandelsunternehmen Venneker will am 1. August mit dem Bau seines neuen Bürogebäudes an der Ermener Straße in Nordkirchen beginnen. Damit soll in diesem Sommer der lange geplante und massiv diskutierte Umzug des Südkirchener Unternehmens nach Nordkirchen starten. Kritische Stimmen gibt es weiterhin.

NORDKIRCHEN

, 25.04.2016, 18:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Venneker: Neubau soll am 1. August starten

Auf diese Fläche an der Ermener Straße zieht das Viehhandelsunternehmen Venneker.

Der Bauantrag für den Neubau des Verwaltungsgebäudes war am Donnerstag Thema im nichtöffentlichen Teil der Ausschusssitzung für Bauen und Planung. Bei dem besprochenen Planungsschritt geht es zunächst auch nur um dieses Gebäude plus Parkplatzflächen – beides soll neben der Kläranlage entstehen.

Der restliche Umzug soll „in den nächsten Jahren nach und nach“ erfolgen, wie Albert Venneker am Montag ankündigte. Ein festes Zeitfenster gebe es dafür noch nicht.

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Bau soll bis Sommer 2017 dauern

Drängender sei zurzeit auch die Verwaltung des Unternehmens, für die die Fläche an der Straße Zum Schembach in Südkirchen kaum noch Platz biete. Elf Monate soll der Neubau dauern – im Sommer 2017 könnten die Mitarbeiter also ihre neuen Büros in Nordkirchen beziehen. Bevor es mit dem Neubau losgehen kann, muss aber noch der Kreis Coesfeld über den Bauantrag des Viehhandelsbetriebs entscheiden.

Damit steht für Venneker ein wichtiger Schritt bevor, der in den vergangenen Jahren teilweise heiß diskutiert wurde. Gerade in der künftigen Nachbarschaft des geplanten neuen Standortes regte sich Widerstand gegen den Umzug des Viehhandelsunternehmens.

Kritiker befürchten Gefahren für Gesundheit

Zwar gingen sowohl das Unternehmen als auch die Gemeindeverwaltung von Beginn an offensiv mit dem Thema um – zum Beispiel mit öffentlichen Informationsveranstaltungen und Unternehmensführungen –, trotzdem ließen sich auch bis zuletzt nicht alle Kritiker davon überzeugen, dass von dem Betrieb keine gesundheitlichen Gefahren ausgehen. Einer der Hauptkritikpunkte war unter anderem, dass ein Risiko durch Multiresistente Keime bestehen soll.

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Rückblickend war für Albert Venneker dieser transparente Umgang mit den Umzugsplänen die richtige Entscheidung. „Ich finde es legitim, dass der Bürger informiert wird, wenn in der Gemeinde etwas passiert – das wollte ich ja auch, wenn ich da wohnen würde“, so der Betriebsinhaber am Montag. Er gehe davon aus, dass sich die Sache beruhigen werde, sobald sein Unternehmen einmal umgezogen ist.

Interesse gilt nun dem Zeitplan

Die Gemeinde Nordkirchen zu verlassen, sei für das Unternehmen zu keinem Zeitpunkt infrage gekommen, machte Venneker am Montag noch einmal deutlich.

Seit die politische Entscheidung für den Umzug gefallen war, habe es bei der Verwaltung nur noch vereinzelte Anfragen zum Thema gegeben, wie Bauamtsleiter Josef Klaas gestern auf Anfrage mitteilte. Das größte Interesse betreffe den Zeitplan des Viehhandelsbetriebs.

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