Venneker-Pläne: Initiative befürchtet Imageverlust

Viel Kritik im Bauausschuss

Nichts zu spüren von einer Annäherung innerhalb der Venneker-Debatte: Aus der Fragestunde im Ausschuss für Bauen und Planung ist am Dienstag eine aufgeladene Diskussionsrunde zwischen der Bürgerinitiative (BI) "Lebenswertes Nordkirchen" und der Verwaltung geworden. Gebracht hat es am Ende allerdings wenig.

NORDKIRCHEN

, 04.03.2015, 12:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Venneker-Pläne: Initiative befürchtet Imageverlust

Der Viehhandel Venneker ist in Südkirchen in den vergangenen Jahren immer größer geworden. Ein Teil des Betriebs soll daher in Nordkirchen angesiedelt werden.

Das Wichtigste zuerst: Die Pläne zur Umsiedlung des Viehhandelsbetriebs Venneker von Südkirchen nach Nordkirchen haben vom Bauausschuss grünes Licht für die öffentliche Auslegung bekommen. Das bedeutet, dass die Verwaltung sämtliche Unterlagen wie Pläne, Einwände, Stellungnahmen und Gutachten für einen Monat zur Einsicht für Jedermann auslegt. Damit ist die nächste Hürde für die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans der Fläche zwischen Kreisverkehr und Kläranlage genommen.

BI: Thema "multiresistente Keime" ernster nehmen

Der Widerstand hat allerdings kein bisschen an Fahrt verloren. Über 30 Minuten lang trugen Mitglieder der Bürgerinitiative viele bekannte Sorgen und Themen vor. Auch der Runde Tisch, zu dem sich BI, Verwaltung und Politik zuletzt getroffen und nach eigenen Aussagen mit einem positiven Ergebnis auf beiden Seiten verlassen hatten, schien nicht mehr nachzuwirken.

Die Positionen waren klar: Die Bürgerinitiative fordert Verwaltung und Politik auf, das Thema Multiresistente ernster zu nehmen und in den Planungen zu berücksichtigen. Das allerdings sei nicht möglich, entgegnete Bauamtsleiter Josef Klaas. "Wenn es keine rechtlichen Vorgaben für die Keim-Thematik gibt, können wir diese nicht in die Planung einbeziehen", machte er deutlich. Die Regeln legten Berlin oder Brüssel fest und nicht Nordkirchen, fügte er hinzu.

13 Stimmen für öffentliche Auslegung

Sorgen macht sich die BI auch um das Image Nordkirchens, das durch den Betrieb Schaden nehmen könnte. Klaas und auch Bürgermeister Dietmar Bergmann zeigten Verständnis für die Sorgen, allerdings gebe es die bei jeder Planung, so Josef Klaas.

Am Ende lag die Entscheidung bei den Ausschussmitgliedern. Das Resultat: 13 Stimmen für und zwei Stimmen der Grünen gegen den Beschlussvorschlag.

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