Verletzter Zeitungsbote im Koma: Ermittler ratlos

Vorfall in Südkirchen

Der Zustand des Zustellers der Ruhr Nachrichten, der am Montagmorgen in Südkirchen lebensgefährlich verletzt wurde, ist weiterhin kritisch. War die Ursache ein Unfall, ein Raub oder eine Tätlichkeit? Das können die Ermittler zwar nicht sagen. Doch einige Details sind mittlerweile bekannt.

SÜDKIRCHEN

, 16.05.2017, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Verletzter Zeitungsbote im Koma: Ermittler ratlos

Polizeibeamte sichern die Spuren auf der Unterstraße in Südkirchen.

Die Kriminalpolizei ist weiterhin ratlos, wie sich der Zeitungsbote schwere Verletzungen zugezogen hat. Der 58-Jährige war am Montag um 4 Uhr lebensgefährlich verletzt worden. Ein Autofahrer hatte ihn auf der Unterstraße in Südkirchen liegend aufgefunden.

Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt: „Die Umstände sind noch völlig unklar. Ob Überfall, Unfall oder eine körperliche Auseinandersetzung – wir ermitteln in alle Richtungen.“ Der Zeitungsbote sei noch nicht vernehmungsfähig. Von der Aussage des 58-jährigen Franz K. erhoffe man sich neue Erkenntnisse.

Der Zustand des Zeitungsboten ist weiterhin kritisch. Dies teilte seine Cousine Edeltraud Schwenken in einem Gespräch mit. „Franz liegt im Lüner Krankenhaus auf der Intensivstation in einem künstlichen Koma“, so die Cousine. Er habe ein Schädelhirntrauma und einige Knochenbrüche im Gesicht erlitten.

Franz K. war am frühen Montag wie immer mit einer Karre, in der er die Zeitungen transportiert unterwegs. Wie die Pressestelle der Polizei mitteilte, bitte man Zeugen, die den Zeitungsboten oder andere Personen am Montag zwischen 3 und 4 Uhr auf der Unterstraße gesehen haben, sich zu melden. Zudem wird die Polizei die Bezieher der Ruhr Nachrichten, die auf der Unterstraße wohnen, befragen.

Zusteller soll nicht bestohlen worden sein

Die Zeitungskarre wurde von der Polizei zur Untersuchung auf Spuren beschlagnahmt. Wie Martin Botzenhardt auf Anfrage erklärte, habe der Zeitungsbote sein Handy dabei gehabt. Dies habe die Polizei ebenfalls an sich genommen. So ist wohl nichts gestohlen worden, Seine Cousine erklärt, Franz K. habe seine Geldbörse nicht dabei gehabt.

K. wurde vor zwei Jahren im Mai 2015 von Jugendlichen angegriffen. Bei dem Überfall vor zwei Jahren waren Handy und Geldbörse ebenfalls nicht entwendet worden. Einen Hinweis auf einen Zusammenhang beider Taten gibt es bisher nicht.

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Hinweise an die Polizei Tel. (0251) 2750 oder Tel. (02591) 7930.

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