Friedhof Capelle

Verwüstung auf Friedhof Capelle – Gemeinde Nordkirchen greift durch

Der Friedhof Capelle: ein idyllischer Platz, der Angehörigen die Gelegenheit gibt, in Ruhe ihrer lieben Verstorbenen zu gedenken. Doch mit der Ruhe ist es vorbei. Wegen bestimmter Plagegeister.
Gegen Wildkaninchen auf dem Friedhof Capelle geht die Gemeinde Nordkirchen jetzt vor, sagt Gemeindesprecher Karim Laouari.
Gegen Wildkaninchen auf dem Friedhof Capelle geht die Gemeinde Nordkirchen jetzt vor, sagt Gemeindesprecher Karim Laouari. © Gemeinde Nordkirchen/Brede

Wildkaninchen werden auf dem Friedhof in Capelle zunehmend zum Problem. Das teilt Gemeindesprecher Karim Laouari mit. Mehrere Bürgerinnen und Bürger, die dort Gräber von Angehörigen pflegen, haben sich bereits an die Gemeinde gewendet, weil die zahlreichen Kaninchen den Grabschmuck fressen und die Gräber verwüsten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Deshalb habe die Gemeinde Nordkirchen in Absprache mit dem Kreis Coesfeld die Wildkaninchen auf dem Friedhof zur Jagd freigegeben, erklärt Laouari. Eine entsprechende Genehmigung des Kreises liege der Gemeinde vor.

Keine Sicherheitsbedenken

„Es gibt auch bereits Jäger, die sich an der Wildkaninchen-Jagd beteiligen möchten“, führt der Gemeindesprecher aus. Besucherinnen und Besucher des Friedhofs müssen keine Sicherheitsbedenken haben, wie Dennis Walter, Teamleiter Bürgerservice bei der Gemeinde Nordkirchen, erklärt. „Gejagt wird ausschließlich während der Dämmerungszeit, also früh morgens oder abends. Zu dieser Zeit wird der Friedhof außerdem abgesperrt“, kündigt Walter an.

Die Schäden durch die Wildkaninchen sind unübersehbar.
Die Schäden durch die Wildkaninchen sind unübersehbar. © Gemeinde Nordkirchen

Die Jagd finde zunächst voraussichtlich einmal pro Woche statt und anschließend sukzessive seltener. Die Jagdgenehmigung gelte bis Ende März 2025.

Die zur Strecke gebrachten Kaninchen werden nach Angaben der Gemeinde Nordkirchen verwertet – entweder als Lebensmittel, oder zur Ausbildung von Jagdhunden.

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