VHS-Leiter Hantel wechselt nach Ulm, VHS-Katalog soll jährlich erscheinen

rnVHS-Kreis-Lüdinghausen

Der bisherige Leiter der VHS Dr. Christoph Hantel wechselt Ende März nach Ulm. In der Ausschusssitzung am Montag sprach er über den Wechsel - und auch über Pläne zur Modernisierung der VHS.

Nordkirchen, Olfen, Ascheberg

, 20.11.2018, 14:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass Dr. Christoph Hantel die VHS Lüdinghausen bald Richtung Ulm verlassen würde, war schon seit einigen Wochen klar. Im VHS-Ausschuss in Nordkirchen gab der 48-Jährige aber am Montag im nicht offiziellen Teil der Sitzung seinen Abschied bekannt. Er wechselt, wie bereits berichtet, zum 1. April zur VHS nach Ulm.

Schon vor dem inoffiziellen Teil der Sitzung wollte Maria Schulte-Loh von der CDU in Ascheberg wissen: „Was hat Ulm, was wir nicht haben?“ Hantel betont: „Ich fühle mich hier pudelwohl und will eigentlich nicht weg“, aber wenn sich Möglichkeiten ergäben, die den beruflichen Radius erweitern, dann müsse man eben ganz Deutschland in Betracht ziehen.

Neue Möglichkeiten

Welche Möglichkeiten das sind, erläutert Hantel am Dienstag im Gespräch mit unserer Redaktion: Der Schritt, nach Ulm zu wechseln, sei nicht von langer Hand geplant gewesen. „Die Stelle kam in den Sommerferien auf den Markt und die Ausschreibung hat mich sehr begeistert“, erklärt Hantel. Dann habe alles sehr schnell an Fahrt aufgenommen.

Die VHS in Ulm sei ein Impulsgeber im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich. Hinzu kommt die Größe: Hantel ist dort Chef über 90 feste und 600 freie Mitarbeiter, im VHS-Kreis-Lüdinghausen sind es 12 feste und um die 200 freien Mitarbeiter.

Er habe viel gelernt in seinen sieben Jahren bei der VHS Lüdinghausen, sagt Hantel. Hantel hat in Mainz Germanistik, Geschichte und Publizistik studiert und zur Journalistenausbildung in Mosambik promoviert, mit 30 Jahren ist er als Quereinsteiger in die Verwaltung gewechselt, zuvor war er als Journalist tätig. 2011 übernahm er dann die Leitung des VHS-Kreises Lüdinghausen.

Eine Bilanz? „Ich habe zum Beispiel die Kinder-Uni und die Veranstaltung Wein und Wort mit Partnern auf die Beine gestellt“, so Hantel. Zwei Veranstaltungen, die es in der Region zu Bekanntheit gebracht haben. Zudem sei die Zusammenarbeit zwischen VHS und Schule intensiviert worden, so Hantel.

VHS-Katalog jährlich statt halbjährlich

Weitere Pläne für die Zukunft der VHS wurden auch am Montag beim VHS-Ausschuss diskutiert. Dabei ging es unter anderem um die digitale Ausstattung der VHS-Standorte und eine neue Kursstrukturierung. Statt halbjährlich soll der Kurskatalog nur noch jährlich erscheinen. „Wir diskutieren aktuell die Möglichkeiten“, sagt Dr. Christoph Hantel.

Zum Januar soll noch ein Kurskatalog auf die gewohnte Weise erscheinen, der nächste Sommerkatalog könnte dann aber bis zum nächsten Sommer reichen. Das hätte den Vorteil, dass die Kurse für die Teilnehmer durchgängiger, ohne eine längere Pause zwischen den beiden Halbjahren sind. Dadurch lassen sich zudem Druckkosten sparen und Verwaltungsaufwand einsparen. „Das ist ein Umgewöhnungprozess“, so Hantel, „trotzdem glaube ich, dass das ein guter Weg ist.“ Andere VHS-Standorte wie Selm, Coesfeld, Datteln oder Münster arbeiten bereits mit diesem System und hätten gute Erfahrungen damit gemacht.

Zum Abschied betont Hantel, wie gern er mit seinem Team und auch den Fachkollegen aus den einzelnen Kommunen sowie den Bürgermeistern zusammengearbeitet habe. „Die besondere Herausforderung war es immer wieder, diese fünf Kommunen zusammenzubringen und gemeinsam die VHS nach vorne zu bringen“, so Hantel. Dass das so gut funktioniert habe, sei schön, „mit dem Gefühl, kann ich gut gehen.“

Finanzaufstellung: In der Ausschusssitzung am Donnerstag wurde auch der Haushaltsplan für das Jahr 2019 für den VHS-Kreis Lüdinghausen einstimmig beschlossen. Der Anteil, den die Gemeinden an der VHS tragen, beträgt für das Jahr 2018 94.000 Euro, für 2019 erhöht sich der Anteil auf 11.100 Euro. 2017 waren es 88.256 Euro. Die Steigerung sei auf die gestiegenen Personalkosten zurückzuführen, so Hantel.
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