Volksbank Nordkirchen will alle Standorte erhalten

Auch in Capelle und Südkirchen

Keine Fusion geplant - und alle drei Geschäftsstellen bleiben erhalten. Diese Botschaft hat die Volksbank für ihre Kunden in Nordkirchen, Südkirchen und Capelle. Auch zur Frage, ob es Kündigungen oder Standorte ohne Mitarbeiter geben soll, bezogen die Verantwortlichen Stellung.

NORDKIRCHEN

, 08.09.2017, 06:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Volksbank Nordkirchen will alle Standorte erhalten

Automaten sind nach Ansicht der Volksbank-Vorstände Karsten Rethmeier (l.) nund Christoph Speikamp wichtig, doch noch wichtiger sei der Kontakt zu den Kunden. Deswegen bleiben die drei Geschäftsstellen auch erhalten.

Die drei Geschäftstellen der Volksbanken Südkirchen-Capelle-Nordkirchen bleiben bestehen, werden auch nicht zu Selbstbedienungsstandorten umgestaltet. Dies erklärten die Vorstände Christoph Speikamp und Karsten Rethmeier am Donnerstag in einem Gespräch mit der Redaktion.

„Geschäftsstellen haben etwas mit der Wahrnehmung im Ort zu tun. Würde man sie schließen, verlöre die Bank auch etwas an Identität“, so Speikamp. Er betonte, man führe zurzeit auch keinerlei Fusionsgespräche und beabsichtige dies auch nicht. Nichtsdestotrotz „führen natürlich regelmäßig Gespräche mit unseren Gemeinden und überlegen, was zu tun ist“, so Speikamp weiter.

Karsten Rethmeier ergänzte, die Rahmenbedingungen seien für Banken nicht gut - er nannte die zunehmende Regulatorik. Dennoch solle man aber nicht in Panik verfallen.

Kündigungen? Laut Vorstand kein Thema

Bei der Volksbank ist auch die Kündigung von Mitarbeitern kein Thema. Speikamp: „Wir überlegen aber natürlich, ob frei werdende Stellen wieder besetzt werden müssen.“ Zurzeit arbeiten bei der Volksbank 33 Mitarbeiter, unter ihnen drei Auszubildende.

Im Vorfeld der Vertreterversammlung am Donnerstagabend bezeichneten die Volksbank-Vorstände das Ergebnis für das Jahr 2016 als zufriedenstellend. Wie die Vorstände erklärten, sei die Volksbank Südkirchen-Capelle-Nordkirchen auch zehn Jahre nach dem Beginn der Finanzkrise bei ihren Mitgliedern und Kunden, aber auch etlichen Neukunden als „sicherer Hafen“ für die eigenen Ersparnisse gefragt. Dies zeige sich an dem in dieser Höhe nicht erwarteten Zuwachs bei den Kundeneinlagen.

8,9 Prozent mehr statt wie erwartet nur 2 Prozent

Um 8,9 Prozent auf 109,3 Millionen Euro waren die Guthaben auf Spar-, Festgeld- und Girokonten binnen Jahresfrist gestiegen. Karsten Rethmeier: „Gerechnet hatten wir hier mit einem Plus in der Größenordnung von 2,0 Prozent.“

Über Plan entwickelte sich auch das Kreditgeschäft der Volksbank. Prognostiziert hatte die Bank ein Wachstum von 5,8 Prozent. Tatsächlich lagen die Ausleihungen an Kunden am Jahresende mit 98,9 Millionen Euro um 8,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die dynamische Entwicklung der Kundengeschäfte wirkte sich auch auf die Bilanzsumme des Instituts aus. Nach einem Plus von 9,8 Prozent erreichte sie mit 144,2 Millionen Euro einen neuen Höchstwert.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt