Wahl 2017: Das sind die Ergebnisse aus Nordkirchen

Bundestagswahl

Wie hat Nordkirchen 2017 gewählt? Welcher Kandidat setzte sich direkt durch im Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt II? Welche Partei landete bei wie viel Prozent? Hier finden Sie im Laufe des Abends aktuelle Ergebnisse, Reaktionen und Ausblicke.

NORDKIRCHEN

, 24.09.2017 / Lesedauer: 3 min

Aktuelle Ergebnisse: Welche Partei ist die stärkste in Nordkirchen?

 

 

Wer ist direkt gewählt im Wahlkreis?

 

 

 

 

So waren die Reaktionen der Politiker

Rainer Bolte, Parteivorsitzender der CDU Nordkirchen, war zufrieden. Mit dem Verlust der Stimmen bei der Zweitstimme – 7,0 Prozent hat Boltes Partei im Vergleich zur vergangenen Bundestagswahl von 49,9 auf 42,9 Prozent verloren – liege man im bundesweiten Trend. „Die Bürger haben aber deutlich kritischer gewählt, das sieht man im Ergebnis“, so Bolte. Besonders das Spektrum links und rechts bereite ihm Sorgen.

In Sachen Koalition sieht sich die FDP auf einem Höhenflug. Als drittstärkste Kraft mit 14,1 Prozent auf Bundesebene wolle die FDP auch in Nordkirchen „Politik weiter betreiben und daraufhin arbeiten, dass wir mehr Ratsmitglieder haben“, sagte Adi Scheuer, Ortsvorsitzender der FDP Nordkirchen.

Freude auf der einen Seite, Enttäuschung auf der anderen: „Im Ortsverein müssen wir uns mal einiges überlegen“, so Petra Schröer, Vorsitzende der SPD Nordkirchen. „Ich denke, wir müssen mehr reden mit den Leuten“. Aufgrund der Prognosen sei sie jedoch auf das Ergebnis mit Verlusten von minus 4,4 Prozent vorbereitet gewesen.

Uta Spräner, Ortssprecherin Bündnis 90/Die Grünen, war mit dem Ergebnis „auf Bundesebene zufrieden“. „Was mich aber schockiert, ist das Ergebnis der AfD“, so Spräner. Eine Meinung, die sie mit allen anwesenden Parteivertretern teilte.

 

So hatten wir am Wahltag berichtet

Die Wahlbeteiligung sei hoch, sagte Bürgermeister Dietmar Bergmann bereits am Sonntagmittag, nachdem er alle Wahllokale der Schlossgemeinde besucht hatte. „Die Resonanz ist gut, das ist das Wichtigste, dass die Bürger Stimme zur Stärkung der Demokratie abgeben“. Bereits ab 8 Uhr morgens waren die Lokale, drei in Nordkirchen, zwei in Südkirchen und eins in Capelle, besetzt.

Im Wahlbezirk 1 lag die Wahlbeteiligung bis 16 Uhr bei 56,7 Prozent, im Bezirk 2 bei 55,5 Prozent. Im Bezirk 3 gingen 55,7 Prozent zur Wahl, im Bezirk 4 58,8 Prozent. Wahlbezirk 5 hatte 63,4 Prozent und im sechsten Bezirk nahmen 65,8 Prozent der Bürger im Wahlrecht wahr.

Der Eindruck der Wahlhelfer vor Ort deckte sich mit der des Bürgermeisters. „Mit der Briefwahl haben wir bereits eine sehr gute Basis gehabt, aber das kontinuierliche Wählen hier reist nicht ab“, sagte Tim Tegeler, der bereits Wahlhelfer ist „seit ich 18 bin“, so der 31-Jährige. Bis 14 Uhr hatten bereits –inklusive Briefwählern – 1095 Bürger ihre Stimme abgegeben – von insgesamt 1610 in dem Capeller Lokal. Ähnliche Beobachtungen machten auch die Wahlhelfer in der Gesamtschule Nordkirchen. „Der Wählerstrom reißt nicht ab, es vergeht kaum eine Minute, ohne dass Leute da sind“, so Helfer Bernd Spelsberg. Der 73-Jährige ist seit rund 40 Jahren als Wahlhelfer im Einsatz. 1305 Bürger waren, Briefwähler mitgezählt, in dem Wahllokal schon zur Urne gegangen.

Rund ein Viertel der Wahlbeteiligung erfolgte per Briefwahl: im Briefwahlbezirk 1, der die Wahlbezirke 1 bis 3 umfasst, machten 1077 Wähler, 25,18 Prozent, vom Briefwahlreicht Gebrauch. Im Briefwahlbezirk 2 mit den Wahlbezirken 4 bis 6 waren es 1100 Briefwähler, 28,39 Prozent.

 

So hatten wir im Vorfeld über die Wahl berichtet:

Aktuelle bundesweite Ergebnisse finden Sie ab 18 Uhr hier.

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