Wegen Rathaus-Umbau: Verwaltung Nordkirchen zieht in Übergangs-Quartier

Bernd Reher (v.l.), Geschäftsführer Reher Wohnbau, Manuel Lachmann, Bauamtsleiter, Julia Reher, Immobilienkauffrau Reher Wohnbau, Alexander Reher, Prokurist Reher Wohnbau, und Bürgermeister Dietmar Bergmann vor dem Ausweich-Rathaus an der Ferdinand-Kortmann-Straße.
Bernd Reher (v.l.), Geschäftsführer Reher Wohnbau, Manuel Lachmann, Bauamtsleiter, Julia Reher, Immobilienkauffrau Reher Wohnbau, Alexander Reher, Prokurist Reher Wohnbau, und Bürgermeister Dietmar Bergmann vor dem Ausweich-Rathaus an der Ferdinand-Kortmann-Straße. © Gemeinde Nordkirchen/Laouari
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Das Nordkirchener Rathaus wird voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2023 umfassend saniert. Das wird bis zu zwei Jahre dauern. Deshalb müssen die Verwaltungsmitarbeiter für die Zeit der Bauarbeiten umziehen. Jetzt hat die Gemeinde ihr Ausweich-Quartier vorgestellt.

Der Rathaus-Umbau wird umfassend und soll das Gebäude an der Bohlenstraße an die Anforderungen für modernes Arbeiten anpassen. Vor allem die Raumstruktur, aber auch die Gebäudetechnik wird sich dabei grundlegend ändern, teilt die Gemeinde mit.

Rathaus bekommen mehr Platz und moderne Technik

Die Arbeitsgemeinschaft Feldhaus + Ellermann Architekten, die sich laut Gemeinde mit Rathaus-Sanierungen auskennt, sieht für das Nordkirchener Verwaltungsgebäude eine moderne Umgestaltung vor. Von außen angefangen soll das Rathaus eine einheitlich gestaltete Klinkerfassade bekommen, einen hellen und freundlich gestalteten Eingangsbereich, mehr Platz für die Mitarbeitenden der Verwaltung und für die Bürger und Bürgerinnen.

Wichtig ist aber besonders die Technik, die im sanierten Rathaus stecken wird: Geheizt wird mit umweltfreundlicher Erdwärme, wobei das Gebäude mit einem KfW-55-EE-Standard gut isoliert sein wird. Der Bund fördert den Rathaus-Umbau mit dem sogenannten „BEG Kommunen-Zuschuss“ in Höhe von 1,76 Millionen Euro.

Die Sanierung wird voraussichtlich 18 bis 24 Monate dauern und in einem Stück umgesetzt. Deshalb sei es nötig, dass die Nordkirchener Verwaltung sich in der Zwischenzeit ein Ausweichquartier mietet, teilt Gemeindesprecher Karim Laouari mit. Mittlerweile ist auch klar, wo das Übergangs-Rathaus sein wird: das zurzeit noch im Bau befindliche Bürogebäude der Reher Wohnbau an der Ferdinand-Kortmann-Straße.

Im August 2023 soll die Nordkirchener Verwaltung in das dann fertige Bürogebäude ziehen. Doch nicht alles Gemeinde-Mitarbeiter werden hier Platz finden.
Im August 2023 soll die Nordkirchener Verwaltung in das dann fertige Bürogebäude ziehen. Doch nicht alles Gemeinde-Mitarbeiter werden hier Platz finden. © Gemeinde Nordkirchen/Laouari

Von den insgesamt 800 Quadratmetern Bürofläche hat die Verwaltung 480 Quadratmeter angemietet. Das KfW-40-EE-Gebäude wird barrierefrei zugänglich sein und bis zum 1. August 2023 bezugsfertig sein, kündigt Alexander Reher, Geschäftsführer der Reher Wohnbau an. Das Unternehmen wird selbst ebenfalls eine Etage in dem Gebäude beziehen. „Nordkirchen ist aus unserer Sicht eine aufstrebende und wachsende Gemeinde. Somit ist Nordkirchen langfristig der ideale Standort für unser Bürogebäude“, sagt Reher.

Nicht alle Mitarbeitenden können umziehen

Fest stehe aber schon jetzt, dass nicht alle Mitarbeitenden aus dem Rathaus in das Bürogebäude passen werden. „Welche Fachbereiche in das Reher-Bürogebäude und welche in andere Räume einziehen werden, steht aktuell noch nicht fest“, erklärt Bürgermeister Dietmar Bergmann. Derzeit arbeitet die Verwaltung daran, einen zweiten geeigneten Standort in der Gemeinde vorzubereiten.