Weiter Wirbel um Versetzung von Erzieherinnen

Katholische Kindergärten

Weiterhin für viel Wirbel sorgen die personellen Umbesetzungen bei den Kindergärten der katholischen Kirchengemeinde. Es kam sogar zu einer Demonstration vor dem Mauritius-Kindergarten, aber auch in Capelle und Südkirchen sind die Eltern enttäuscht über diese Entscheidung.

NORDKIRCHEN

03.04.2012, 14:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ruth Dahlhaus (r.) war nur kurz Leiterin des Mauritius-Kindergartens. Ihre Kündigung brachte das Personalkarussell in den drei Kindergärten der Kirchengemeinde St. Mauritius in Bewegung.

Ruth Dahlhaus (r.) war nur kurz Leiterin des Mauritius-Kindergartens. Ihre Kündigung brachte das Personalkarussell in den drei Kindergärten der Kirchengemeinde St. Mauritius in Bewegung.

Aus allen drei Ortsteilen regt sich nun entschiedener Protest an der Vorgehensweise der Kirchengemeinde. In Briefen an die Kirchengemeinde und Bürgermeister Dietmar Bergmann, die der Redaktion vorliegen, protestieren die Eltern gegen die kurzfristige Abberufung. Kinder und Eltern hätten so nicht einmal noch Gelegenheit gehabt, sich angemessen von den Erzieherinnen zu verabschieden. „Elternrat, Eltern und Mitarbeiter werden vor vollendete Tatsachen gestellt mit dem Hinweis, dass jeder Einspruch zwecklos ist. Das nennt sich Nächstenliebe.“

Pfarrer Hans-Gerald Eschenlohr kann zwar die Aufregung der Eltern verstehen, sagt aber auch: „Wir waren unter Handlungszwang.“ Wegen der Kündigung der Leiterin des Mauritius-Kindergartens hätte die Gemeinde so schnell reagieren müssen. Die Entscheidungen seien einstimmig in den entsprechenden Gremien gefallen. „Ich stehe auch dahinter“, so Eschenlohr weiter. „Die Mitarbeiterinnen arbeiten nur an einem anderen Ort zu gleichen Bedingungen.“ Ein Austausch von Erzieherinnen könne auch immer aus anderen Gründen erfolgen, zum Beispiel wegen einer Krankheit oder auf eigenen Wunsch. „Wir haben niemanden Unrecht getan. Das war keine willkürliche Entscheidung sondern die einzig mögliche.“

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