Westfleisch: Mitarbeiter aus Coesfeld in zweiter Testreihe positiv

Coronavirus

Um sechs Fälle ist de Gesamtzahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus im Kreis Coesfeld gestiegen. Das liegt auch an Westfleisch, das in Coesfeld den Betrieb wieder aufgenommen hat.

Olfen, Nordkirchen, Herbern

, 20.05.2020, 19:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Beim Testlauf erhielten Vertreter der Behörden einen Einblick in alle Betriebsprozesse im Westfleisch-Werk in Coesfeld.

Beim Testlauf erhielten Vertreter der Behörden einen Einblick in alle Betriebsprozesse im Westfleisch-Werk in Coesfeld. © Westfleisch

Im Kreis Coesfeld haben sich (Stand Mittwoch) 842 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt - das sind sechs mehr als am Tag zuvor. Das hängt, so erklärt es der Kreis in einer Pressemitteilung, zum Teil wieder mit Westfleisch zusammen.

In drei Fällen sei es so, dass die Betroffenen im Rahmen der zweiten Westfleisch-Testreihe positiv getestet worden seien. Wie berichtet, hatte es in dem Betrieb des Unternehmens Westfleisch in Coesfeld einen starken Ausbruch von Corona unter den Mitarbeitern gegeben, weshalb die Arbeit dort auch zeitweise still stand.

„Ein Westfleisch-Mitarbeiter, der bisher nur als Kontaktperson geführt wurde, ist nun ebenfalls positiv getestet worden. Hinzu kommen zwei weitere Ansteckungen mit dem Coronavirus, die nicht im Zusammenhang mit dem Schlacht- und Zerlegebetrieb in Coesfeld stehen“, erklärt die Pressestelle in der Mitteilung, wie es zu der Zahl sechs kommt.

283 Mitarbeiter sind jetzt positiv getestet worden - „die Zahl der nicht infizierten Mitarbeiter sinkt, bedingt durch die drei aktuellen Nachweise in der zweiten Testreihe, auf 757 Personen“, so der Kreis.

Laut Angaben des Unternehmens Westfleisch sind am Mittwoch unter der Aufsicht aller Behörden 1500 Schweine in dem Werk in Coesfeld geschlachtet worden: Der Betrieb läuft also wieder. „Am Freitag sollen rund 30 Prozent der normalen Kapazitäten (im Normalbetrieb schlachtet Westfleisch in Coesfeld rund 9.000 Schweine am Tag) ausgelastet werden, bevor in den kommenden Wochen die Schlachtmenge schrittweise weiter erhöht wird – das Tempo wird dabei stets eng mit den zuständigen Behörden abgestimmt“, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

In Nordkirchen und Olfen gibt es am Mittwoch keine neuen Infizierungen. In Olfen liegt die Zahl der Ansteckungen bei 23, in Nordkirchen bei 20.

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