Wie der Chor Klangvoll an Heiligabend zu Tränen rührte

Chor

Seit 30 Jahren gibt es den Chor Klangvoll. Josef Quante, ein Förderer des Chores, hat die Sängerinnen darauf hingewiesen. Und er war es auch, den ein Auftritt von ihnen zu Tränen rührte.

Südkirchen

, 23.12.2018, 16:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie der Chor Klangvoll an Heiligabend zu Tränen rührte

Mit 25 Sängerinnen ist der Chor Klangvoll gut aufgestellt. Allerdings fehlen männliche Stimmen. © Beate Dorn

„Das ist der Wind, Wind, Wind, Südkirchener Wind. Der wird noch wehen, wenn wir längst nicht mehr sind.“ Das Lied mit dieser Textzeile gehört fest zum Repertoire des Chores Klangvoll und ist längst zu einer Hymne geworden. An dem Refrain, den die Heimatdichterin Elisabeth Ernst in den 1930er-Jahren dichtete, hat sich nie etwas geändert, die einzelnen Strophen werden den jeweiligen Anlässen angepasst.

Als „Jugendmesskreis Südkirchen“ gründete sich der Chor vor 30 Jahren. 2016 erfolgte die Umbenennung in „Klangvoll“. Ein fester Termin im Kalender der Chormitglieder ist der Weihnachtsmarkt in Südkirchen.

Wie der Chor Klangvoll an Heiligabend zu Tränen rührte

Josef Quante ist dem Chor Klangvoll eng verbunden. Den für ihn gedichteten Text des Liedes „Südkirchener Wind“ hält er in Ehren. © Beate Dorn

Josef Quante war von Anfang an begeistert von den Stimmen. Als Organisator des Weihnachtsmarktes wünschte er sich einen Auftritt der Sängerinnen. Die sagten zu und freuten sich über die positive Resonanz der Besucher. Seither erklingt alljährlich der „Südkircher Wind“ auf dem Weihnachtsmarkt. Auch der der Kontakt zu Josef Quante blieb bestehen. „Er ist unser größter Fan“, beschreibt Julia Bauhaus das Verhältnis zu Quante, der sich immer wieder für den Chor einsetzte. Daher war es geradezu selbstverständlich, dass der Chor ihm zu seinem 85. Geburtstag an Heiligabend im vergangenen Jahr ein Ständchen brachte.

Zu Tränen gerührt

„Ich war überrascht und zu Tränen gerührt, als die Frauen plötzlich in meinem Wohnzimmer standen und gesungen haben“, beschreibt Quante den unvergesslichen Moment. Fast ein Jahr später ist eine Abordnung des Chores bei Quante zu Besuch, um auf die Geschichte des Chores zurückzublicken. „Josef war es, der uns darauf aufmerksam gemacht hat, dass unser Chor inzwischen seit 30 Jahren besteht“, sagte Julia Bauhaus. „Uns war das gar nicht so bewusst“, ergänzte Kerstin Appel lächelnd.

Für die Zukunft wünscht Quante dem Chor nur das Beste: Viele Zuhörer und dass sie weiterhin so viel Freude am Gesang haben.

Neue Stimmen geworben

Dem dürfte nichts entgegenstehen, denn mit 25 Sängerinnen im Alter von Mitte 20 bis Ende 50 ist der Chor gut aufgestellt. Tobias Leschke hat vor zwei Jahren die Leitung des Chores übernommen und sich als absoluter Gewinn erwiesen, wie Bauhaus findet. Zudem habe er erfolgreich für neue Stimmen geworben.

„Wir singen von neuen geistlichen Liedern übers Musical bis hin zu Schlagern alles woran wir Spaß haben. Begleitet werden wir dabei vor allem vom Klavier aber ab und an auch mal von Gitarren oder dem Keyboard. Regelmäßig gestalten wir Messen mit, singen aber auch auf Hochzeiten, Taufen und bei fast allen Anlässen, bei denen ein Chor gewünscht wird“, berichtete Bauhaus.

Über weitere, insbesondere männliche Stimmen würde der Chor sich freuen. Jeder, der gerne singt und Lust hat, montags von 19 bis 20 Uhr im Pfarrheim zu proben, ist willkommen.

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