Wiesenwoche auf dem Hof Brosterhues: Kinder lernen spielerisch die Natur kennen

rnKindergarten Hoppetosse

Wegen der Eichenprozessionsspinner fiel diesmal die Waldwoche des Kindergartens Hoppetosse aus. Mit der neu eingeführten Wiesenwoche wurde allerdings schnell ein Ersatz gefunden.

Südkirchen

, 15.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Natur ermöglicht einen Entwicklungsraum und entschleunigt den Freizeitstress“, erzählt Verena Uphoff, während sie auf einer Wiese mitten im Grünen sitzt. Gemeinsam mit Marta Lawrynowitsch betreut sie Kinder vom Kindergarten Hoppetosse.

Hin und wieder veranstaltet der Kindergarten eine Waldwoche. Die konnte dieses Mal allerdings nicht stattfinden. „Aufgrund der Eichenprozessionsspinner sind wir diesmal nicht im Wald“, erklärt sie. Als Ersatz führten sie die Wiesenwoche ein. Das Motto: Alles rund um die Erdbeere.

„Die Natur bietet viel Freiraum

Das Thema hatten die Kinder selbst ausgesucht. Bei einem gemeinsamen Frühstück hatte eines Erdbeeren mitgebracht, erinnert sich Verena Uphoff. Dadurch kamen die Erzieherinnen mit ihren Kindern ins Gespräch. „Sie hatten viele Fragen und wollten Erdbeeren sammeln gehen“, erzählt sie. Daher entschieden sie sich dann, die Erdbeere zum Thema für eine Woche zu machen und die Zeit in der Natur zu verbringen.

„Die Natur bietet viel Freiraum“, sagt sie. Die Kinder könnten sich quasi von selber weiterbilden, indem sie nur auf Erkundungstour gehen. Dass das funktioniert, beweisen die Kinder, die gut gelaunt durchs Gras laufen, auf Baumstämmen balancieren und alles genau unter die Lupe nehmen, was sie sehen.

40 Minuten bis zum Hof

Für eine solche Erkundungstour ist der Hof Brosterhues perfekt. Eine Woche verbrachten die beiden Erzieherinnen mit den Kindergartenkindern dort. „Der Hof ist sehr natur- und kinderlieb. Er ist passend für eine solche Woche“, freut sich Verena Uphoff.

Der Kontakt mit Besitzer Herbert Brosterhues entstand aber eher zufällig. „Wir haben einfach gefragt“, erzählt Marta Lawrynowitsch. Einmal in der Woche gehe die ganze Gruppe spazieren, dabei habe man dann den Hof entdeckt - und gleich einen Kontakt hergestellt.

In dieser Woche startete sogar jeder Morgen für die beiden Erzieherinnen und die Kinder mit einer kleinen Wanderung. 40 Minuten bräuchten sie ungefähr bis zum Hof, erzählen sie. Ein Problem sei das aber nicht, vielmehr sei es eine gute Möglichkeit zur Bewegung.

Neuer Anlauf im September

Danach wurde den Kindern jeden Tag ein vielfältiges Programm geboten. Dabei war auch immer das Maskottchen „Erdbeerchen“ dabei. Und die brachte den Kindern dann auch jeden Morgen eine Geschichte mit, die erst einmal erzählt wurde. Darauf folgten dann viele Spiele, eine Schnitzeljagd und Bastelaktionen. Die Kinder, die alle mindestens drei Jahre alt sind, waren begeistert von den verschiedenen Aktionen.

Für den September ist auch wieder eine Waldwoche geplant, auf die sich die Kinder bereits freuen. „Wenn die Eichenprozessionsspinner dann wieder weg sind“, sagt Verena Uphoff.

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