Wohnmobilanlage soll am 16. Juli eröffnet werden

Tourismus in Nordkirchen

Noch knapp eine Woche, dann sollen die Wohnmobilstellplätze neben der Tennisanlage Am Gorbach fertig sein. Etwa einen Monat hätte der Umbau von Tennisplätzen zu Wohnmobilstellplätzen dann gedauert. Wir haben mit dem Investor und Bald-Betreiber der Anlage Michael Moll über den Baufortschritt gesprochen.

NORDKIRCHEN

, 06.07.2016, 14:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wohnmobilanlage soll am 16. Juli eröffnet werden

Am 16. Juli will Investor und zukünftiger Betreiber Michael Moll seinen Wohnmobilstellplatz Am Gorbach eröffnen. Zurzeit laufen die letzten Tiefbauarbeiten.

Eigentlich hatte der Reisejournalist und Buchautor' type='' href='http://www.dieweltenbummler.de ja mit viel mehr Unwägbarkeiten gerechnet. Was könnte alles schief gehen? Wie groß wird der Stress für ihn und seine Frau als Bauherren? „Bislang läuft aber alles glatt“, sagt Moll aber auf Anfrage dieser Redaktion. Zurzeit laufen die letzten Tiefbauarbeiten auf dem Gelände. Bauarbeiter bereiten die 23 Stellflächen vor. Noch markieren neonfarbene Metallstangen, wo welche Fläche entstehen wird.

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Ursprünglich hatte der Investor vier Stellplätze mehr angekündigt. Nach reiflicher Überlegung sei er aber zu dem Entschluss gekommen, dass er seinen Gästen mehr Platz und damit mehr Komfort bieten könne, wenn er die Anzahl der Plätze reduziert und die übrig gebliebenen vergrößert.

Wasser aus Chemieklos ableiten 

Bereits jetzt kann man auf der Fläche direkt neben den Parkplätzen der Tennisanlage erkennen, dass die Ver- und Entsorgungsstation bereits angelegt ist. Auf der zehn mal sieben Meter großen Fläche können die Gäste das gebrauchte Wasser und die chemische Toilette ihres Wohnmobils entsorgen und neues Frischwasser tanken. Das einzige Gebäude, das auf dem Platz stehen wird, soll am Freitagnachmittag angeliefert werden, kündigt Moll an. Das Empfangshäuschen in der Optik eines Holzfasses wird am Eingang der Anlage platziert und soll sowohl als erster Anlaufpunkt für Besucher dienen, Infomaterial bereithalten sowie Platz für ein kleines Büro und zum Beispiel das W-Lan bieten.

Der bislang verregnete Sommer hat Moll übrigens kaum Schwierigkeiten bereitet, wie er sagte. Die Drainage der Tennisplätze habe für einen schnellen Abfluss gesorgt, so Moll. „Davon werden wir auch noch in Zukunft profitieren“, freut sich der Investor.

Nistkästen, Vogelhäuser und Insektenhotels 

Ein Teil der Umbauarbeiten haben Moll und seine Frau selbst geleistet: Den alten Zaun habe er zwei Tage lang mit der Flex entfernt und die Tiefbauarbeiten vorbereitet. Sind diese Ende dieser Woche abgeschlossen, wird der Stellplatz-Betreiber den Rasen säen und die Stellflächen fertig dekorieren. Wie diese am Ende genau aussehen werden, verrät Moll noch nicht. Nur so viel: Jede Fläche soll individuell gestaltet werden.

Wichtig sei Moll und seiner Frau der Umweltaspekt: „Wir wollen unter anderem auch Nistkästen, Vogelhäuser und Insektenhotels auf dem Platz aufstellen“, kündigt er an. Am Samstag, 16. Juli, sollte dann alles fertig sein, dann ist die Eröffnung geplant. Schon jetzt hat der Reisejournalist bei Wohnmobilfreunden Werbung für seinen Stellplatz gemacht, mit Erfolg: Moll habe bereits Anfragen bekommen, darunter zum Beispiel Angehörige von Brautpaaren, die am Schloss heiraten wollen, sagt er.

Einen zusätzlichen Schub könnte Moll mit dem geplanten Hallenbad, das direkt gegenüber der Stellplatzanlage entstehen soll, bekommen. „Wasser zieht immer“, weiß der Wohnmobil-Experte. Egal ob ein See in der Nähe ist, oder eben ein Schwimmbad. „Gerne so früh wie möglich“ könne das Hallenbad gebaut werden, findet Moll.

Tourismusmanagerin freut sich über das Projekt

Schon jetzt sei der Wohnmobilstellplatz für die Schlossgemeinde ein „absoluter Gewinn“, sagt Tourismusmanagerin Maike Teetz. „Wir bekommen dadurch eine weitere Übernachtungsmöglichkeit für Touristen“, erklärt Teetz und gerade für Gäste, die mit dem Wohnmobil kommen, gebe es endlich das passende Angebot. Die Anfrage sei schon jetzt da. Teetz: „Viele haben uns gesagt, dass sie gerne länger in Nordkirchen geblieben wären, das aber bislang nicht möglich gewesen wäre.“ Die Tourismusmanagerin erhofft sich von dem neuen Angebot, dass noch mehr Reisende in den Ortskern gezogen werden. Vor allem die wohnmobilbegeisterten Niederländer könnten jetzt häufiger nach Nordkirchen kommen, so Teetz.

Schon jetzt habe sich gezeigt, dass das touristische Interesse an der Schlossgemeinde gestiegen sei. Wie Maike Teetz sagt, habe das Tourismusbüro in den ersten Monaten dieses Jahres rund 1500 Kunden betreut. Ab nächster Woche könnten noch einige hinzukommen.

Besucher zahlen pro 24 Stunden 10 Euro für die Stellplatz-Nutzung. Eine Kilowattstunde Strom kostet genauso wie 100 Liter Frischwasser 1 Euro. Weitere Kosten fallen nicht an. Weitere Informationen zum Wohnmobilstellplatz in Nordkirchen und zum Baufortschritt hat Michael Moll auf seiner gesammelt.
 

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