Wohnmobilstellplatz Nordkirchen in der Pause: „Eine komplizierte Saison“

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Für den Wohnmobilstellplatz in Nordkirchen und Betreiber Michael Moll heißt es im November erneut: Corona-Pause. Ein Rückblick auf eine Saison, die teilweise auch wirklich gut war.

Nordkirchen

, 05.11.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hat der Wohnmobilstellplatz in Nordkirchen immer Saison. „Wir haben ganzjährig geöffnet“, sagt Moll am Telefon. Das gilt jedenfalls, wenn gerade nicht Corona herrscht.

Im Frühjahr - also während des ersten Lockdowns - hatte der Wohnmobilstellplatz bereits für zwei Monate geschlossen. Nun ist er im Zuge des Lockdowns-Light erneut in die Pause gegangen. Bund und Länder hatten sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass es im gesamten November einen kleinen Lockdown geben würde. Davon betroffen sind zum Beispiel touristische Angebote; Hotels dürfen nur noch Gäste aufnehmen, die geschäftliche Gründe vorweisen und auch Wohnmobilstellplätze als Ziele für Touristen müssen geschlossen bleiben. Noch am Wochenende sei einiges auf dem Wohnmobilplatz los gewesen, Sonntagmittag waren dann auch die letzten Gäste abgereist.

Ob es eine Pause für einen Monat ist oder gar eine Winterpause, das vermag Moll noch nicht so genau zu sagen. Er wartet, was passiert. Klar ist aber: „Wenn wir aufmachen dürfen, dann tun wir das auch.“ Aber so wirklich lohnen würde sich das nicht. Dezember und Januar seien die Monate, in denen der Platz am wenigsten frequentiert sei. Wobei: So ganz genau könne man das dieses Jahr auch nicht sagen, weil viele Wohnmobilurlauber in den kalten Wintermonaten normalerweise lieber in wärmeren Gefilden weilen. Marokko oder Spanien, vielleicht fällt das dieses Jahr für sie weg und es zieht sie eher nach Nordkirchen.

Viel mit Rückerstattungen beschäftigt

Dass es gerade touristisch gesehen ruhig ist, kann auch Kathrin Schürmann-Schlieker von der Tourist Information in Nordkirchen bestätigen. Während des ersten Lockdowns seien viele Tagesurlauber nach Nordkirchen gekommen, Fahrradkarten seien zum Beispiel sehr gefragt gewesen, das sehe beim nicht so fahrradfreundlichen November-Wetter natürlich anders aus.

„Tatsächlich sind wir gerade viel mit Rückerstattungen beschäftigen“, erklärt Schürmann-Schlieker. Kürzlich wurde beispielsweise das bereits auf 2021 verlegte Musikfest am Schloss Nordkirchen um ein weiteres Jahr verschoben. Viele fragten gerade nach, ob es noch Führungen im Schloss gebe, das sei allerdings schon vor dem Lockdown-Light durch die vorher getroffenen Beschränkungen nicht mehr möglich gewesen, so Schürmann-Schlieker. Geöffnet ist die Tourist Info aber nach wie vor - allerdings zu den sonst auch üblichen Winteröffnungszeiten - also ohne den Samstag und den Sonntag als Öffnungstage. (Mo. bis Fr. 9.30 bis 12.30 Uhr, Mo., Di., Do. 14 bis 17 Uhr).

Eine komplizierte Saison

Als schlecht würde Michael Moll die Saison nicht unbedingt beschreiben, aber als „kompliziert.“ „Gerade der September lief sehr gut“, sagt Moll. Das habe man auch gut an der Fülle des Platzes beobachten können. Aber gereicht, um die zwei Monate der Schließung zu kompensieren, habe das nicht. „Wir haben nicht das Ergebnis vom Vorjahr erreicht - und auch nicht das aus 2018.“

Das sagt er deshalb so deutlich, weil er gerade nach dem ausgezeichneten September vielfach darauf angesprochen worden sei. Soforthilfe hat er nicht beantragt, ob er die jetzt angekündigten Hilfen vom Bund beantragt, weiß er auch noch nicht. Sein Wunsch für 2021? „Ich hoffe, dass wir schnell einen Impfstoff haben, damit das Leben schnell wieder normal wird - für alle.“

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