Workshop für Lehrer: Schulen in Nordkirchen und Olfen bekommen 3D-Drucker geschenkt

3D-Druck

Der 3D-Druck ist eine zukunftsweisende Technologie - und kinderleicht. Vorausgesetzt, er steht Schülerinnen und Schülern zur Verfügung - wie in Nordkirchen und Olfen.

Nordkirchen, Olfen

von Simon Rusche

, 21.09.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Workshop für Lehrer: Schulen in Nordkirchen und Olfen bekommen 3D-Drucker geschenkt

Johannes Rebstadt (Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule Nordkirchen, l.) und Robert Möller (Wolfhelmschule Olfen) mit Professor Winfried Pinninghoff, Kuratoriumsvorsitzender der Karl-Kolle-Stiftung, die mit dem Institut für Umformtechnik und Leichtbau den 3D-Druck-Workshop veranstaltet hat. © Karl-Kolle-Stiftung

Schülerinnen und Schüler für Technik begeistern und junge Talente zu fördern, hat sich die Dortmunder Karl-Kolle-Stiftung zum Ziel gesetzt. Jetzt war sie gemeinsam mit dem Institut für Umformtechnik und Leichtbau an der Dortmunder TU Veranstalterin eines Workshops für Lehrer, um ihnen die zukunftsweisende Technologie des 3D-Drucks näher zu bringen.

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„Wir möchten Lehrkräften Grundlagen vermitteln, damit die Jugendlichen dieses innovative Fertigungsverfahren kennen lernen können“, erläutert der Kuratoriumsvorsitzende Professor Winfried Pinninghoff die Zielsetzung der Veranstaltung. Mit dabei waren auch Johannes Rebstadt von der Johann-Conrad-Schlaun-Gesamtschule Nordkirchen und Robert Möller von der Wolfhelm-Schule Olfen.

Schulen bekommen 3D-Drucker geschenkt

Die Lehrer zeigten sich von dem Workshop begeistert. Sie lobten die umfangreichen Informationen, die inhaltliche Aufbereitung und den passenden Mix aus Theorie und Praxis. Die Veranstaltung habe sie motiviert, viel intensiver als bislang die Technik zu nutzen und den 3D-Druck auch nicht-technischen Fächern anzuwenden.

Workshop für Lehrer: Schulen in Nordkirchen und Olfen bekommen 3D-Drucker geschenkt

Die Teilnehmer des Workshops erhielten eine Urkunde und einen Bausatz eines 3D-Druckers mit Basisausrüstung für ihre Schulen. © Karl-Kolle-Stiftung

Zudem wartete noch ein Überraschungscoup auf die Lehrer: Jeder von ihnen bekam einen Bausatz für einen multifunktionalen 3D-Drucker als Geschenk für die Schule mit auf den Weg. „Wir möchten den Lehrern nicht nur vom Wissen her das Rüstzeug für den Unterricht an die Hand geben, sondern auch die entsprechende Hardware, damit 3D-Technik auch genutzt werden kann“, erläutert Professor Pinninghoff.

Anwendungsmöglichkeiten in vielen Unterrichtsfächern

„Denn die Verfahren lassen sich in nahezu allen Fachgebieten gewinnbringend und lernfördernd einsetzen“, so Pinninghoff weiter. Joshua Grodotzki, der Projektleiter des Instituts, nannte eine Reihe von Beispielen: „In der Biologie lassen sich Form und Aufbau von Zellen nachbilden, für die Mathematik geometrische Figuren formen oder in der Geografie komplette Landschaften modellieren.“

Darüber hinaus nannte Grodotzki noch weitere Anwendungsfelder wie das Fach Physik, um mit Hilfe von 3D-Modellen mechanische Vorgänge zu demonstrieren. In Informatik und Technik biete das Verfahren Potenziale, um sich mit neuen Technologien, Algorithmen und Automatisierungen zu befassen. Darüber hinaus könne man auch im Kunstunterricht Modelle und Objekte gestalten.

Lehrer probieren sich auch in der Praxis aus

Während des Workshops hatten die Lehrer Gelegenheit, sich über die Theorie hinaus mit der Handhabe der Technik auseinanderzusetzen. Die Lehrer nutzten die Chance, um unter Anleitung selbst zu programmieren. Am PC konzipierten sie nach eigenen Ideen Einkaufschips, den sie anschließend auch mit nach Hause nehmen konnten.

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