Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis angestiegen

Entgegen dem NRW-Trend

Wohnungseinbrüche sind im Kreis Coesfeld ein wachsendes Problem: Anders als im übrigen Nordrhein-Westfalen (- 3,9 Prozent) gab es im vergangenen Jahr einen Anstieg der Einbrüche um rund 9 Prozent zum Vorjahr. "Es hat 2014 nicht nur den Kreis besonders getroffen, sondern das gesamte Münsterland", sagte am Donnerstag ein Polizeisprecher. Eine Erklärung für diesen Trend hat er auch.

NORDKIRCHEN

, 13.03.2015, 06:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Und zwar seien es die beiden Autobahnen, die den zumeist "überörtlichen Tätergruppen" eine schnelle Anreise und unbehelligte Flucht ermöglichten, so Ralf Storcks, Sprecher der Polizei im Kreis Coesfeld. Zuletzt hat es eine große Aktion der Behörde gegeben, in der die Autobahnanschlüsse besonders kontrolliert wurden.

"Wir werden den Kontrolldruck weiter hochhalten", kündigte Storcks an. Ob es noch weitere Gründe für die besondere Beliebtheit des Münsterlandes bei Einbrechern gibt, konnte er nicht sagen. Allein der ländliche Charakter mancher Gegenden sei es definitiv nicht. "Es gibt auch in Großstädten Siedlungen, in denen Täter sich unbeobachtet fühlen", so Storcks. Momentan sei die Region offenbar schlicht im Fokus der Einbrecherbanden.

Die Aufklärungsquote wiederum ist im Kreis Coesfeld größer als im restlichen Lande: Sie lag 2014 bei knapp 24 Prozent gegenüber 16 Prozent. 

 

Einen besonders großen Anstieg der gemeldeten Wohnungseinbrüche gab es in der Gemeinde Senden, von 2013 auf 2014 stieg die Zahl von 47 auf 116 Taten. In Coesfeld gab es dagegen einen signifikanten Rückgang von 121 auf 47 Wohnungseinbrüche. 

 

Die vollständige Kriminalstatistik für den Kreis Coesfeld 2014 können Sie sich hier herunterladen.

 

 

 

 

 

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