Zeit des Wartens ist für die evangelische Kirchengemeinde endlich vorbei

Neue Pfarrerin

Herzlich empfangen wurde Jenny Caiza Andresen am Sonntag im evangelischen Stephanus-Gemeindezentrum. Lange hatte die Gemeinde Lüdinghausen-Nordkirchen auf den Tag gewartet.

Nordkirchen

von Arno Wolf Fischer

, 15.04.2019, 14:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zeit des Wartens ist für die evangelische Kirchengemeinde endlich vorbei

Einführung von Jenny Caiza Andresen als neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Lüdinghausen. © Arno Wolf Fischer

Die 42-Jährige wurde am Sonntagnachmittag in ihr Amt als neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Lüdinghausen-Nordkirchen eingeführt. „Der Dienst als Pfarrerin bedeutet, Menschen Horizonte zu öffnen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und das Leben in den Blick zu bekommen“, fasste Superintendent Ulf Schlien zusammen. Die Predigt von Caiza Andresen stand schließlich klar im Zeichen der Karwoche und drehte sich vor allem um das Thema „Hören auf Gott“.

„Ich freue mich auf diesen Anfang und bin sehr gespannt auf die gemeinsame Zeit. Ich bin natürlich auch erleichtert, dass alles so gut geklappt hat“, sagt die neue Pfarrerin.

Bürgermeister Dietmar Bergmann überbringt Grüße

Im Anschluss an den Gottesdienst überbrachten zahlreiche Gäste ihre Grußworte und Präsente. „Wir haben so lange auf diesen Tag gewartet“, sagte Pfarrerin Silke Niemeyer. Da der Tätigkeitsbereich von Caiza Andresen neben Lüdinghauser Wohngebieten wie Rott und Paterkamp vor allem den Gemeindeteil Nordkirchen umfassen wird, überbrachte der Nordkirchener Bürgermeister Dietmar Bergmann als erster seine Grüße. „Die politische Gemeinde und die Kirchengemeinde können nicht ohne einander“, war sich Bergmann sicher und kündigte an: „Sie werden sich schnell heimisch fühlen.“

Gemeindemitglieder kommen mit Pfarrerin ins Gespräch

Auch die katholische und die neuapostolische Gemeinde überbrachten ihre Glückwünsche. Im Namen des Presbyteriums gratulierte Heike Zucker-Reimann: „Ich wünsche Ihnen, dass Sie gut hier ankommen und tiefe Wurzeln schlagen können.“ Nach dem Ende des Festaktes blieb für die Gemeindemitglieder und Gratulanten noch viel Zeit, mit der neuen Pfarrerin ins Gespräch zu kommen. Sie sagte: „Vor allem wird es jezt erst mal ums Kennenlernen gehen. Dazu gehört auch das Dienstfrühstück am Dienstag mit den Kollegen aus dem Kirchenkreis. Dann steht die Konfirmation an, und ich werde die Konfirmanden kennenlernen. Besonders freuen tue ich mich natürlich auf das Osterfest.“

Bislang wohnt die neue Pfarrerin mit ihrem Mann und ihrem ein Jahr altem Sohn noch in Werben im Spreewald, wo sie auch Pfarrerin in der evangelischen Gemeinde ist. Im Moment ist sie allerdings Elternzeit. Der Umzug nach Nordkirchen ist für sie eine Art „Nach-Hause-Kommen“. Aufgewachsen ist Jenny Caiza Andresen nämlich in Westfalen, ihre Eltern wohnen in NRW genauso wie ihre Geschwister. „Der Kleine“, sagt sie mit Blick auf ihren Sohn, solle mit dieser familiären Nähe aufwachsen.

Ein Rückblick: Pfarrer Friedrich Greinke war Anfang August plötzlich verstorben. Er war der Gemeinde im befristeten Probedienst zugewiesen. Die zweite Pfarrstelle wurde bereits Ende Juni ausgeschrieben, mit dem Ziel, wieder Leben ins Nordkirchener Pfarrhaus zu bringen. Dafür will Pfarrerin Andresen sorgen.

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