Zeitungsbote in Südkirchen lebensgefährlich verletzt

Mordkommission ermittelt

Ein Zusteller der Ruhr Nachrichten ist am Montagmorgen gegen 4 Uhr in Südkirchen lebensgefährlich verletzt worden. Ein Autofahrer informierte die Polizei und die Rettungskräfte. Die Umstände sind zwar noch unklar, aber der Mann wurde vor zwei Jahren schon einmal beim Austragen der Zeitung Opfer einer Attacke.

SÜDKIRCHEN

, 15.05.2017 / Lesedauer: 2 min
Zeitungsbote in Südkirchen lebensgefährlich verletzt

Polizeibeamte sichern die Spuren auf der Unterstraße in Südkirchen.

Nach der Erstversorgung vor Ort wurde der 58-Jährige ins Krankenhaus Lünen eingeliefert. Wie seine Cousine, mit ihr wohnt der Zusteller in einem Haus, in einem Gespräch mit der Redaktion erklärte, liege ihr Cousin auf der Intensivstation. Sie sei bereits im Krankenhaus gewesen. „Er hat Hirnblutungen und mehrere Knochenbrüche im Gesicht“, so die Cousine.

Er sei wie jeden Morgen um 3 Uhr aufgestanden, um die Zeitung in Südkirchen zu verteilen - zu Fuß. Als er gegen 6 Uhr noch nicht wieder zu Hause war, habe sie sich Gedanken gemacht. „Ich bin dann seinen Weg abgegangen und habe ihn gesucht“, so die Cousine. Auf der Unterstraße habe sie mehrere Polizeiwagen gesehen. „Die Polizisten fragten mich, ob ich jemanden suchen würde.“ Sie habe das bejaht und die Polizei habe ihr mitgeteilt, man habe einen Zusteller auf der Straße schwer verletzt aufgefunden.

Versuchtes Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen, Mordkommission ermittelt

Experten der Polizei untersuchten den Einsatzort nach Spuren. Die Straße war im Bereich des Einsatzortes bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Auf die Frage, ob sich ein Unfall ausschließen lasse, antwortete Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt: „Die Umstände sind noch völlig unklar - mehr kann ich dazu noch nicht sagen.“ Laut Pressemitteilung könne ein versuchtes Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden - es ermittele nun eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster.

Der Zeitungszusteller wurde im März 2015 schon einmal Opfer einer Attacke: Damals haben mehrere Jugendliche den Mann angegriffen. Die Täter konnten nicht ermittelt werden. Damals hatte der 58-Jährige Gesichtsverletzungen erlitten, konnte das Krankenhaus aber nach einer Nacht verlassen.

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Zeugen können die Ermittler der Mordkommission unter der Rufnummer Tel. 02591 7930 erreichen. 

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