Zum Start der Mobilstationen könnte Nordkirchen eine Mobilitätsflatrate bekommen

rnMobilität in Nordkirchen

Einmal zahlen, alles nutzen: Nordkirchen arbeitet an einer Mobilitätsflatrate für die geplanten Mobilstationen. Damit sollen die Alternativen fürs Auto praktisch und bezahlbar werden.

Nordkirchen

, 27.01.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dieser Idee für bezahlbare Mobilität könnte die Gemeinde Nordkirchen tatsächlich für viele Menschen in Nordkirchen, Südkirchen und Capelle eine Alternative zum Auto anbieten.

Im Gespräch mit dieser Redaktion verrät Bürgermeister Dietmar Bergmann, die Gemeinde arbeite zurzeit an einer Mobilitätsflatrate. Diese wäre besonders stark an das Angebot der geplanten Mobilstationen geknüpft.

Noch im Laufe dieses Jahres sollen in allen drei Ortsteilen Mobilstationen entstehen. Die Stationen sollen nicht alle das gleiche Angebot bekommen, wie Wirtschaftsförderer Manuel Lachmann bereits vor einigen Wochen im Gespräch mit dieser Redaktion erklärte.

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Vielmehr will die Gemeinde zunächst genau prüfen, in welchem Ortsteil und an welcher einzelnen Station welche Angebote sinnvoll sind. Auch diese Erkenntnis gehört zu den Ergebnissen der Mobilitätsumfrage, an der sich Ende 2019 alle Nordkirchener Bürger beteiligen konnten.

Einige Stichworte nennt Dietmar Bergmann schon jetzt. So sei die Gemeinde in Gesprächen mit verschiedenen Car-Sharing-Anbietern. An welcher Station ein Leih-Auto Sinn ergibt, steht aber noch nicht fest. Auch von E-Scootern und Leih-Fahrrädern und Lastenrädern spricht der Bürgermeister.

Angebot „muss bezahlbar sein“

Von Beginn an sei bei allen Überlegungen zu den Mobilitätsangeboten eins klar gewesen: „Es muss bezahlbar sein.“ Das könnte mit der Idee einer Mobilitätsflatrate möglich werden. Noch ist die Idee in der Entwicklung. Bergmann spricht aber von einem festen monatlichen Tarif, um dafür das komplette Mobilitätsangebot nutzen zu können. Vom E-Scooter bis zum Bürgerbus hätte dann jeder, der die Flatrate zahlt, Zugang zu verschiedensten Fortbewegungsmitteln.

Augsburg hat als erste deutsche Stadt im November 2019 eine solche Flatrate eingeführt. Für 79 beziehungsweise 109 Euro lassen sich damit Leih-Autos, -Fahrräder und so weiter nutzen. „Für den ländlichen Raum sind solche Preise nicht realistisch“, macht Bergmann deutlich. Auf einen konkreten Preis will er sich aber noch nicht festlegen, weil das Angebot noch am Anfang stehe und erst genehmigt werden muss.

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Und die Gemeinde hat noch mehr Hausaufgaben zu erledigen: Unter anderem sind Fragen zu den Konzessionen für private Reiseunternehmen zu klären, die einige Buslinien in und um Nordkirchen befahren.

Noch steht auch nicht fest, wie die Mobilstationen letztlich aussehen werden.

Bergmann erklärt, dass es mehrere Anbieter in Deutschland gibt, die fertige Mobilstationen anbieten, teilweise seien diese aus verschiedenen Modulen individuell zusammensetzbar.

Wichtig für die Gemeinde sei, dass auch die technische Wartung vom Anbieter übernommen wird. Auch da gebe es Anbieter, einige sogar ganz in der Nähe.

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