Bei Patrick Fechner war die Laune beim Trainingsauftakt von Westfalia Vinnum sichtlich sehr gut. © Matthias Kerk
Fußball

Auf der Suche nach dem „sicheren Fahrwasser“ – Westfalia Vinnum startet ins Training

Am Donnerstagabend startete mit Westfalia Vinnum auch der letzte Verein der Region in seine Saison-Vorbereitung. Mit viel Freude und der Hoffnung auf eine ruhige Spielzeit.

Das Wetter war mies – die Laune umso besser. Ungefähr so lässt sich der Trainingsauftakt des A-Ligisten Westfalia Vinnum vom Donnerstagabend wunderbar beschreiben. Für viele der Beteiligten soll es nun endlich wieder eine Saison nach den Vorstellungen der Gelb-Schwarzen geben.

Dabei war das spannendste neue Gesicht an der Borker Straße eigentlich der Trainer selbst. Dennis Gerleve leitete nämlich sein allererstes Training als spielender Coach bei der Westfalia. So richtig viel eingreifen konnte und wollte der ehemalige Lüner aber zunächst noch gar nicht. Zusammen mit 20 anderen Spielern ging es einfach nur darum, das Gefühl zu genießen, nach ewig langen acht Monaten wieder auf dem Fußballplatz zu stehen.

„Es war ein sehr lockeres Training“, sagte der neue Coach selbst nach der Einheit, nachdem Vinnum zunächst ein bisschen um den Platz gelaufen ist und später nur noch ein bisschen gekickt wurde. „Aber es hat echt Spaß gemacht. Ich freue mich sehr auf die Saison.“ Und auch die nächsten Tage und Wochen werden bei der Westfalia erstmal weniger taktisch geprägt sein. „Wir werden auf jeden Fall die nächsten 14 Tage erstmal wieder an den Basics arbeiten und etwas Stabilität reinbringen. Wir hoffen, dann wieder in ein sicheres Fahrwasser zu kommen“, erklärt Dennis Gerleve.

Dennis Gerleve hofft auf Stabilität bei Westfalia Vinnum

Eben diese Stabilität war bekanntlich auch das, was der Mannschaft in der Vergangenheit durch Trainerwechsel und viele Geschehnisse neben dem Fußballplatz oft gefehlt hatte und beinahe zweimal in Folge zum Abstieg in die Kreisliga B geführt hatte. „Ich glaube, dass die Mannschaft extrem Bock auf das Projekt hat und wir keine Probleme haben werden, die Abstiegsränge zu vermeiden“ lautete die Ansage des Trainers, dessen Aufnahme im Team nach eigener Angabe „sehr herzlich und mit offenen Armen“ gewesen sei.

Doch auch wenn er seine neuen Spieler nur knappe zwei Stunden an der Borker Straße kennengelernt hat, hat Gerleve durchaus schon einen richtig guten Eindruck von seinen Jungs. „Ich denke nicht, dass wir hier nach der langen Pause sofort ein echtes Feuerwerk abfackeln werden, aber wenn sich das Team gefunden hat, wird es richtig gut und schlagfertig sein“, ist sich der Neu-Vinnumer sicher.

Gleich neun Testspiele hat dieser auch nun schon für seine Mannschaft ausgemacht – erstmals wird die Auswahl am 11. Juli gegen den TuS Niederaden zusammen auflaufen. Genug Möglichkeiten, die beste Westfalia-Auswahl für den Saisonauftakt im August zu finden, sind also gegeben. „Wir müssen nach der langen Pause erstmal wieder in den richtigen Modus finden und dann müssen wir auch gucken, wer überhaupt ordentlich in Form ist. Deshalb hat kein Spieler bei mir eine Stammplatz-Garantie. Alles müssen kämpfen und Gas geben, um sich zu empfehlen.“

Ihre Autoren
Freier Mitarbeiter
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
Zur Autorenseite
Nico Ebmeier