Pascal Beck (M.) war nur ein halbes Jahr wieder bei Preußen Lünen, ehe es ihn im Winter zu Westfalia Vinnum zog. © Timo Janisch
Fußball

„Jeder, dem ich das erzähle, lacht“: Ex-Lüner und Vinnum-Neuzugang Pascal Beck hat einen Wunsch

Ohne Dennis Gerleve wäre Pascal Beck nicht bei Westfalia Vinnum gelandet. Da ist sich der Winter-Neuzugang von Preußen Lünen sicher. Mit seinem neuen Verein hat er ambitionierte Ziele.

Nur ein halbes Jahr war Pascal Beck beim Fußball-A-Ligisten Preußen Lünen. In der gerade beendeten Winter-Transferperiode zog es den Außenspieler weiter zu Westfalia Vinnum. Dort trifft er in Robin Hagenmeyer und Dennis Gerleve auf zwei Freunde. Sie waren aber nicht die einzigen Gründe für seinen Wechsel.

„Im zweiten Anlauf hat es bei Preußen nicht gepasst. Ich war nicht oft beim Training und die Corona-Pause hat meine Stimmung nicht verbessert. Ich habe mir viele Gedanken gemacht“, sagt Beck, der vor einem einjährigen Intermezzo beim BV Lünen bereits drei Jahre bei Preußen spielte.

In dem einen Jahr beim BV Lünen lernt der heute 23-Jährige Vinnums Trainer kennen. „Es ist schade, dass ‚Gerle‘ nach Alstedde abgehauen ist.“ Beck und Dennis Gerleve bleiben aber weiter in Kontakt. Und so kommt es, dass Gerleve, der im November 2020 die Westfalia übernimmt, sich bei Beck meldet.

„Dennis hat mich angerufen und gefragt, ob ich nicht im Winter nach Vinnum kommen wolle. Ich habe ihm gesagt: ‚Pass auf, im Winter wird es knapp. Lass es uns lieber im Sommer versuchen‘“, so Beck. Nachdem er sich aber nicht wohlfühlt, schlägt er vor, es doch früher zu versuchen.

„Ich denke, es wurde ein bisschen überdramatisiert“

Das Vorgehen von Vinnum sorgt bei Preußen Lünen und dem VfB Lünen, bei dem Robin Hagenmeyer spielt, den Vinnum auch gerne im Winter verpflichten würde, für Ärger. Die beiden Lüner Vereine fühlen sich übergangen. Es folgen wochenlange Verhandlungen, ehe Ende Januar, kurz vor dem Ende der Wechselfrist, die Transfers doch noch über die Bühne gebracht werden.

„Die Art und Weise ist vielleicht nicht optimal gewesen, aber in dem Moment hat es sich richtig angefühlt. Wenn sie sich nicht hätten einigen können, wäre es auch ok gewesen. Ich denke, es wurde ein bisschen überdramatisiert. Ich kann verstehen, dass sie sich ärgern“, so Beck.

Für ihn sei das Thema aber abgehakt. „Die Verantwortlichen werden das wie Erwachsene geklärt haben. Ich bin schon froh, dass es geklärt ist. Ich werde die Kollegen in Horstmar aber vermissen. Wir haben etwas entwickelt.“

Für den Neuzugang gehe es jetzt erstmal darum, die Mannschaft kennenzulernen. Da er vorher im Kreis Dortmund spielte, hab er noch nicht so viele Berührungspunkte mit den Teams und Spielern aus dem Kreis, in dem A-Ligist Vinnum ist, gehabt. „Ich glaube nicht, dass Vinnum ohne Dennis auf mich zugekommen wäre. Der Kreis Recklinghausen ist schon eine Ecke entfernt.“

Beck und Hagenmeyer haben ein „blindes Verständnis“

Der Wechsel zur Westfalia bedeutet für ihn auch die Wiedervereinigung mit einem weiteren Winter-Neuzugang und seinem Freund Robin Hagenmeyer, mit dem er bis auf die vergangene Saison immer zusammengespielt hat.

„Wir wissen, was der andere macht. Das hat uns schon oft weitergeholfen. Wir haben ein blindes Verständnis.“ Dass die beiden ein Jahr nicht zusammen auf dem Platz standen, beeinflusse ihr Verständnis nicht. „Ich denke, dass das noch da ist.“

Hagenmeyer ist Stürmer, so wie Beck es gerne wäre. „Ich habe gehofft, dass ich noch Mittelstürmer werde, aber jeder, dem ich das erzähle, lacht“, sagt der „klassische Außenspieler“, wie ihn Gerleve beschreibt.

Egal wo er auf dem Platz spiele, in dieser Saison gehe es erstmal darum, die Klasse zu halten. „Dafür müssen wir Punkte sammeln. Nächstes Jahr müssen wir mal schauen. Im Mittelfeld rumgurken ist nicht mein Anspruch“, so Beck.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch