Yusuf Demir (l.) traf zum 1:0 für Westfalia Vinnum. © Christine Horn
Fußball

„Merkwürdiges Spiel“: Westfalia Vinnum spielt trotz Zwei-Tore-Führung nur Remis

Nach einer Halbzeit sprach eigentlich alles für Westfalia Vinnum. Doch in Unterzahl und trotz eines Zwei-Tore-Rückstands konnte der FC/JS Hillerheide ein Remis erzwingen.

Vor dem Fußball-Kreisliga-Duell mit dem FC/JS Hillerheide sagte Dennis Gerleve, Spielertrainer von Westfalia Vinnum, dass er mit einem Remis eigentlich an diesem Sonntagnachmittag gut leben könne. Nachdem sein Team nun aber in Unterzahl ein 2:0 aus der Hand gegeben hatte, war dem eher nicht mehr so.

„Klar, eigentlich müssen wir hier die drei Punkte mitnehmen. Unter normalen Umständen machen wir das eigentlich auch“, wusste Gerleve nach dem 2:2 (2:0) gegen die Hillerheider natürlich ebenso genau. Schließlich war seine Mannschaft nach einem Doppelschlag von Yusuf Demir (24.) und dem Coach selbst (27.) eindeutig auf der Siegerstraße. Dazu kam es aus Sicht der Westfalia sogar eigentlich noch besser: Ein Gegner warf den am Boden liegenden Michael Asemann schon nach elf Minuten den Ball ins Gesicht und wurde dafür völlig zurecht vom Platz gestellt.

„Wir liefen personell auf der letzten Rille und sind trotzdem sehr gut reingekommen“, resümierte der Trainer eine starke erste Hälfte, auch wenn es von beiden Mannschaften fußballerisch nicht wirklich ein gutes Spiel war. „Nach der Roten Karte war es wirklich nur noch sehr wenig Fußball. Es war eher ein Getrete und Gemeckere“, so Gerleve.

Westfalia Vinnum verspielt gegen FC/JS Hillerheide 2:0-Führung

Trotzdem führte Vinnum ja wenigstens noch in der Halbzeit mit zwei Toren, doch auch da dauerte es nur Momente, bis dem nicht mehr der Fall war. „Irgendwie war es klar, dass wir 30 Sekunden nach dem Seitenwechsel das Gegentor bekommen. Da fällt man dann einfach wieder in die alten Muster zurück und dann muss eben die ganze Mannschaft dagegen ankämpfen. Man hat aber nicht einmal gemerkt, dass wir ein Mann mehr waren“, kritisiert der Spielertrainer.

Schon sechs Minuten nach dem Anschlusstreffer war das Duell dann auch endgültig egalisiert, als Hami Azak in der 52. Spielminute das 2:2 schoss. „Dann wurde es vogelwild“, so der Vinnumer. „Irgendwann hat dann auch der Schiedsrichter die Übersicht über das Spielgeschehen verloren und wurde immer wieder von außen beeinflusst. Das hatte mit Fußball in der zweiten Hälfte nicht mehr viel zu tun.“ So wartet der A-Ligist also weiterhin auf den ersten Sieg seit Mitte September.

Vinnum: Fechner, Wessels, Tetzlacht, Stolzenhoff (54. Bettermann), Wendel, Demir, Forsmann, Beck, Asemann, Dzierzega (82. Rosowski).

Tore: 1:0 Demir (24.), 2:0 Gerleve (27.), 2:1 Tosic (46.), 2:2 Azak (52.)

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier