In der Sommervorbereitung, wie hier gegen den PSV Bork, spielte Robin Hagenmeyer (l.) einige Male stark auf. Am Sonntag gelang dem Stürmer ein Doppelpack. © Jura Weitzel
Fußball

Robin Hagenmeyer wird zum Matchwinner für Westfalia Vinnum und ist nicht einmal „bei 100 Prozent“

Robin Hagenmeyer fehlte immer wieder verletzt, ist nun aber zurück bei Westfalia Vinnum. Am Wochenende trifft der Stürmer gleich doppelt. Seine eigene Leistung stellt der Ex-Lüner in den Hintergrund.

Mehr als einen Monat hatte Westfalia Vinnum auf einen Erfolg in der Fußball-Kreisliga A warten müssen. Am Sonntag hatte die Hängepartie endlich ein Ende. Mit 3:1 holte die Westfalia beim SV Borussia Ahsen den ersten Saisonsieg seit dem 12. September. Ein entscheidender Faktor war ein Stürmer, der verletzungsbedingt mehr fehlte, als für die Vinnumer auf dem Feld zu stehen.

Jetzt aber ist Robin Hagenmeyer wieder fit. Der ehemalige Stürmer des VfB Lünen dreht am Wochenende richtig auf und traf gleich doppelt für die Westfalia. In den vergangenen Wochen hatten die Vinnumer ihren treffsichersten Stürmer (fünf Tore) durchaus vermisst.

Robin Hagenmeyer stellt die Mannschaft in den Vordergrund

Dieser freut sich, nach der Verletzung zurück zu sein und hofft, nun richtig durchzustarten. Wichtig ist dem Stürmer aber, dass die Mannschaft erfolgreich ist. „Natürlich wäre es schön 20 Tore zu machen“, meint Hagenmeyer zwar, aber es geht um die Mannschaft, dass wir noch Punkte sammeln und möglichst im oberen Mittelfeld landen. Da sind persönliche Erfolge zweitrangig.“

Robin Hagenmeyer war in dieser Saison schon fünf Mal erfolgreich.
Robin Hagenmeyer war in dieser Saison schon fünf Mal erfolgreich. © Matthias Henkel © Matthias Henkel

Der Stürmer führt dafür auch ein konkretes Beispiel an. „Vor der Saison hat der Trainer (Dennis Gerleve, Anm. d. Red.) zwei Elfmeterschützen festgelegt. Wir sollten in der Mannschaft schauen, wer sich sicher fühlt und dann schießt. Bei mir war das nicht der Fall.“ So habe er nicht auf Strafstoßversuche bestanden, nur um sein Tor-Konto aufzubessern. „Der Teamerfolg ist mir wichtiger“, betont Hagenmeyer.

Dennoch sind die Treffer Hagenmeyers nicht unwichtig – auch für den Stürmer selbst. Selbstvertrauen sei wichtig für ihn, sagt er. „Es ist sogar essenziell für mich.“ und den Glauben an die Fähigkeiten hole er sich eben durch Tore. „Ich spiele sehr viel mit den Kopf. Wenn es da nicht passt und ich selbst zweifle, traue ich mir weniger zu.“

Hagenmeyer ist überzeugt, in den kommenden Wochen noch mehr leisten zu können. „Die Blessuren haben mich immer wieder zurückgeworfen. Deswegen ist meine Fitness noch nicht bei 100 Prozent. Da werde ich aber schnell wieder hinkommen“, ist Hagenmeyer zuversichtlich.

Spiel von Westfalia Vinnum gegen Borussia Ahsen dient als Beleg

Dennoch: Der Stürmer stellt die mannschaftliche Geschlossenheit in den Vordergrund. Ein Beleg dafür: das Spiel gegen Ahsen am Wochenende. „In der ersten Hälfte haben wir nach vorne relativ wenig hingekriegt, aber immerhin defensiv kaum etwas zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann Vieles besser gemacht. Wir mussten kämpfen, aber wir haben den Kampf angenommen“, lobt Hagenmeyer den Einsatz der Westfalia.

Nicht für das Selbstvertrauen wünscht sich Hagenmeyer, dass er seiner Mannschaft durch Tore weiterhelfen kann: „Wenn ich weiter so treffe, wäre ich glücklich“, meint Robin Hagenmeyer. Der Westfalia ginge es da wohl nicht anders.

Über den Autor
Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
Zur Autorenseite
Matthias Henkel